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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Technik - Rund ums Ei



Cobra
16.04.2006, 12:39
Das Ei steht dieser Tage im Mittelpunkt des Interesses. Dabei hat es so viel mehr Talente, als sich nur als Osterei zu verkleiden. Eigentlich sind Eier verkannte Genies und das gleich in den verschiedensten Bereichen: in der Materialwissenschaft, in der Katastrophenhilfe und in der Küche.

dEier ausblasen - damit haben sich auch Forscher an der Uni Stuttgart gequält. Jedoch nicht, um die Eier anschließend anzumalen, sondern um zu erforschen, wie eine Rakete explodiert. Dazu haben sie die entleerten Eier in der Mikrowelle getrocknet, sie mit Wasserstoff gefüllt, in eine Plastiktüte gesteckt und angezündet. Auch wenn Sie sich nun inspiriert fühlen, das mit Ihren missglückten Osterei-Kunstwerken genauso zu machen, dieser Versuch brachte tatsächlich ein wissenschaftliches Ergebnis. Nach der Explosion haben die Forscher nämlich die Eierschalensplitter gescannt, gemessen und gezählt und wissen nun: Egal mit welcher Wucht das Ei gesprengt wird, die Schalenfragmente sind immer gleich groß. Ihr Ergebnis gilt sogar dann, wenn sie das Ei gegen die Wand schmettern. So konnten die Forscher eine Allgemeingültigkeit feststellen und wissen damit: Die Zersplitterungsformel gilt auch für Raketen.

Ein "Ei" gibt Obdachlosen Schutzd
Die Explosionen im Labor beiseite lassend, ist das Ei eigentlich für seine besondere Statik bekannt: Seine Schale ist leicht, doch dank der besonderen Form sehr stabil. Längst machen sich das Konstrukteure zu Nutze und bauen Brücken und Gewölbe im Eier-Schwung. Nun haben sich zwei Industriedesign-Studenten aus London was Neues ausgedacht: ein "Betonzelt" in Eiform. Dazu haben sie den rohen Beton auf Zelttuch aufgetragen und das Ganze wasserdicht verpackt. Das etwa 230 Kilogramm schwere Paket wird mit dem Flugzeug zum Beispiel in eine Krisenregion geschickt. Dort dient die wasserdichte Verpackung schließlich als Messbecher für das richtige Wasserverhältnis: Denn der Beton wird erst vor Ort gemischt. Jetzt wird es spannend: Das Zelt mit dem nun flüssigen Beton wird aufgepumpt und es entsteht eine schmierige, längliche Kuppel - wie ein längs geteiltes Ei. Etwa zwölf Stunden später ist der Beton ausgehärtet und das 16 Quadratmeter große Eier-Zelt kann bewohnt werden - oder als Behandlungsraum für Ärzte vor Ort dienen. Denn das Zelt kann auch ganz steril hergestellt werden, so können Ärzte in Krisenregionen von der erste Minute an helfen.

Sgt Ultra
16.04.2006, 14:15
junge junge, wie kommt man auf so ideen wie mit dem explodieren? *g*