Werden die Früchte warm gelagert, erhöht sich ihr Gehalt an Antioxidantien


Melonen sollten nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Das schließen amerikanische Lebensmittelforscher aus Messungen der Konzentration so genannter Carotinoide in den Früchten bei verschiedenen Temperaturen. Diese gelblich bis rötlichen Substanzen wirken im menschlichen Körper als Antioxidantien vorbeugend gegen Krebs und andere Krankheiten. Während im Kühlschrank der Anteil der Carotinoide im Vergleich zur frisch geernteten Frucht konstant bleibt oder sogar abnimmt, steigt er bei Zimmertemperatur sogar teilweise stark an, so die Forscher.


Bei der Lagerung bei 21 Grad Celsius nahm die rote Färbung der Früchte deutlich zu. Dieses Nachreifen, das vielen Konsumenten aus der Praxis längst bekannt ist, geht tatsächlich mit einer markanten Zunahme bei den Carotinoiden einher, ergaben die Messungen. So nahm der Gehalt des Antioxidans Lycopin gegenüber der frischen Frucht um bis zu 40 Prozent zu. Der Gehalt des beispielsweise auch in Möhren enthaltenen Betacarotins stieg sogar um rund 140 Prozent an. Die Forscher führen diesen Anstieg auf Enzyme zurück, die erst bei höheren Temperaturen aktiv werden und so zur Bildung neuer Antioxidantien beitragen. Bei den bei niedrigeren Temperaturen gelagerten Melonen blieb der Anteil dieser gesundheitsfördernden Stoffe hingegen konstant oder sank teilweise sogar ab.