Wachkoma-Patienten nehmen nichts mehr von ihrer Umgebung wahr - glaubte man bisher. Doch die Zweifel werden immer größer. Jetzt haben Forscher bei einer Frau im Wachkoma festgestellt, dass ihr Gehirn auf gesprochene Worte genauso reagiert wie das von gesunden Menschen.

Die junge Frau liegt nach einem schweren Verkehrsunfall im Wachkoma. Äußerlich ist sie unfähig, auf ihre Umgebung zu reagieren - sie kann weder sprechen noch sich gezielt bewegen. Und dennoch laufen in ihrem Gehirn komplexe Bewusstseinsprozesse ab, wie Forscher jetzt herausgefunden haben.

Das Team um den Neurowissenschaftler Adrian Owen vom britischen Medical Research Council in Cambridge untersuchte die Patientin mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie (fMRI). So machten die Forscher anhand von Veränderungen in der Blutzufuhr Prozesse im Gehirn der Frau sichtbar - und konnten zeigen, dass das Denkorgan der scheinbar geistig völlig abwesenden Frau genauso auf Sprache reagierte wie das Gehirn gesunder Menschen.


Im Wachkoma, auch "Apallisches Syndrom" genannt, liegen derzeit alleine in Deutschland nach Expertenschätzung bis zu 8000 Menschen. Die Betroffenen haben eine schwere Schädigung des Großhirns erlitten, während andere Hirnteile noch weitgehend intakt sein können. Dadurch wachen die Patienten zwar auf, können aber weder kommunizieren noch sind sie sich selbst oder ihrer Umwelt bewusst - das jedenfalls war bislang die Lehrmeinung.
Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen.