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  1. #1
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    Default Vielversprechendes HIV-Mittel entwickelt

    Das Medikament erweist sich als hochwirksam: Aids-Patienten die mit dem Wirkstoff behandelt wurden, weisen eine deutlich geringere Virenlast auf. Hoffen dürfen vor allem Patienten mit multiresistenten Erregern. Mediziner sprechen von neuer Ära der antiretroviralen Therapie.
    Ein Medikament einer neuen Wirkstoffgruppe senkt bei HIV-Patienten mit resistenten Erregern die Viruslast deutlich. Das Präparat Raltegravir hemmt das Enzym Integrase, mit dessen Hilfe sich die Viren vermehren. Angesichts der Behandlungserfolge sprechen Mediziner in der Zeitschrift „The Lancet“ von einer neuen Ära der antiretroviralen Therapie.

    Das HI-Virus benötigt zur Vermehrung in menschlichen Zellen die Enzyme Reverse-Transkriptase, Protease und Integrase. Die bisher gegen Enzyme verwendeten Medikamente richteten sich gegen Reverse-Transkriptase oder Protease. In die neuen Integrasehemmer setzen Mediziner große Hoffnungen, unter anderem weil keine Resistenzen dagegen bekannt sind und die Mittel damit bei Patienten eingesetzt werden könnten, bei denen bisherige Ansätze keinen Erfolg haben. Nun prüften amerikanische Forscher des Pharmaunternehmens Merck die Wirkung von Raltegravir in einer Studie an 178 Patienten, die seit knapp zehn Jahren antiretroviral behandelt wurden und bei denen konventionelle Therapien versagt hatten. Die Teilnehmer erhielten eine antiretrovirale Therapie entweder mit einem Scheinmedikament oder aber zusammen mit Raltegravir in verschiedenen Dosierungen.

    Nach 24 Wochen war die Viruslast der mit Raltegravir behandelten Personen um durchschnittlich 98 Prozent gefallen, in der Vergleichsgruppe dagegen nur um 45 Prozent. Gleichzeitig führte die Raltegravir-Therapie zu einem Anstieg der für das Immunsystem wichtigen CD4-Zellen. Zudem erwies sich das Mittel als gut verträglich. Die Forscher betonen, dass Raltegravir ein wichtiges Medikament vor allem für die Therapie von Patienten mit multiresistenten HI-Viren sein wird, bei denen andere Therapieoptionen versagen. In einem Kommentar sprechen Mediziner der argentinischen Fundacion Huesped von einer neuen Ära der antiretroviralen Therapie. Sie beklagen jedoch, dass weltweit mehr als 85 Prozent aller HIV-Infizierten keinen Zugang zu einer grundlegenden Behandlung haben.
    Quelle

  2. #2
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    Nicht schlecht, aber was hilfts den Afrikanern wenn sie es sich nicht leisten können?

  3. #3
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    Das Problem, es stoppt zwar die Vermehrung töten die Viren allerdings nicht ab.
    Ich weiß ja nicht ob ein die Viere dann nur solange im Körper bleibt wie die Zelle lebt, wenn sie das überdauert bleibst du für den Rest des Leben HIV positiv.
    RFC 1925 / 2.7a:
    "Good, Fast, Cheap: Pick any two (you can't have all three)."

  4. #4
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    Neulich hat doch ein ziemlich junger deutscher Arzt (32) ein Preis für seine Forschung am Aids Virus bekommen. Er beobachtete ein Gen das Affen gegen den Virus resistent macht. Denn die erste bekannte Infektion trat ja bekanntlich bei Affen auf. Aber nicht alle Affen haben diesen Virus. Viele haben eine genetische Immunisierung und genau da setzt der Deutsche bei der Forschung an.
    Hab ich letztens im Fernsehen gesehen und fand ich hochinteressant.

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