Musashi

Kategorie:
Roman, Deutschland März 2000

Autor(en):
Eiji Yoshikawa

Verlag und Anzahl Seiten:
Droemer Knaur, 791

Preis:
gebraucht ab 6,50€ bei Amazon



Inhalt:
Zitat:
Zitat vonBuchrücken
Dieses Buch wurde bereits 7mal verfilmt. Auf dem Schlachtfeld von Sekigahara bringen sich zwei junge Kämpfer in Sicherheit: Matahachi, der den Verlockungen weltlicher Freuden nicht widerstehen kann, und Musashi, der größte Samurai des 17. Jahrhunderts, ein Vorbild an Kampfesmut, Selbstdisziplin und künstlerischer Sensibilität. Ihren Lebensweg, der sie zu schönen Frauen und aufregenden Abenteuern mit gefährlichen Feinden führt, zeichnet Ejku Yoshikawa in diesem Roman nach.
Eiji Yoshikawa begleitet in seinem Roman Musashi den Lebensweg eines Samurai von dessen erster Teilnahme als grobschlächtiger Bauerntölpel an einer verlorenen Schlacht bis zum triumphalen Sieg über seinen größten Rivalen unter den Schwertkämpfern. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegt für Musashi ein langer, entbehrlicher Weg des Schwertes, der geprägt ist von einsamen Tagen der Askese, brutaler Selbstdisziplin und körperlicher Züchtigung sowie unstillbarem Hunger nach Wissen und der Suche nach der Erleuchtung.

Diesem Erdbeben in Menschengestalt, das sich seine Bahn durch die japanische Geschichte schlägt, stehen mehrere Figuren zur Seite, deren Schicksal mit dem seinen eng verwoben sind und deren Wege sich im Laufe der Zeit immer wieder kreuzen. So reist ihm seine seine platonische Liebe Otsu ebenso lange hinterher wie die verbitterte Alte Osugi, die durch ein Duell mit ihm ihre Familienehre wiederherstellen möchte. Viele verlieren bei einem Aufeinandertreffen mit Musashi ihr Leben, nur wenige Zeitgenossen können ein Band der Freundschaft mit ihm knüpfen. Doch seinen Weg zum furchtlosen, unbesiegbaren Samurai muß er alleine gehen.

Miyamoto Musashi ist eine historische Figur. Er selbst hat Das Buch der fünf Ringe, eine Schrift über die Kriegskunst, verfaßt, den Stil der Zwei-Schwert-Technik, zahlreiche kalligraphische sowie einige poetische Werke geschaffen und galt als äußerst hart gegen seine Mitmenschen und sich selbst.

Sich stark an den historischen Ereignissen orientierend, schuf Yoshikawa dank seiner meisterhaften Erzählkunst einen Roman, der sowohl den Alltag, als auch die Kultur und Philosophie im japanischen Mittelalter lebendig werden läßt. Auf über 1.200 Seiten entführt er den Leser in eine vergangene fremde Welt, gespickt mit fernöstlicher Sitte und Würde, gelebten buddhistischen Weisheiten und dem lebendigen, alltäglichen Treiben der Stadt- und Landbevölkerung.

Der Autor:
BildEiji Yoshikawa (1892 - 1962) ist ein japanischer Schriftsteller, der in Europa bzw. im Westen allgemein vor allem durch sein Werk "Musashi" bekannt wurde. Er zählt zu den fruchtbarsten und meistgelesenen Schriftstellern Japans.







Eigene Meinung:
Eiji Yoshikawa hat es mit diesem Roman geschafft die Lehren des berühmten Meisters Musashi Miymamoto transparent und dennoch zum nachdenken anregend in eine wundervolle Geschichte zu verpacken.
Die Entwicklung des des Charakters Takezo zu Musashi, vom talentierten wie aggressiven Bauerntrampel zum fast schon pazifistischen und weisen Samurai ist derart lebhaft und nachvollziehbar geschildert, dass dem Leser selbst nichts anderes übrig bleibt als mit jeder Seite, mit jedem gelesen Wort mit zu reifen.
Persönlich stimmte es mich traurig als ich die letzte Seite gelesen habe und ich Musashi Miyamoto nicht länger auf seinem Lebensweg begleiten durfte.. oder er mich.

Für uns Europäer sind lediglich die japanischen Namen kleine Hürden, da diese nicht selten recht ähnlich klingen und geschrieben stehen. Entsprechend, dass diese Namen etwas völlig fremdes sind, lassen sie sich nicht immer alle auf Anhieb unterscheiden. Doch mit einigen wenigen Seiten gewöhnt man sich auch an die japanischen Namensgebungen und lernt Japan von einer romantischen, feudalen und brutalen Seite kennen.