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  1. #1
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    Default Hardcore Spieler überflüssig?

    "Der harte Kern wird sich aufregen"

    Bei Forbes beschäftigt sich Chris Morris mit einem Thema, das in der jüngeren Vergangenheit immer öfter diskutiert wird: Wie relevant sind eigentlich Hardcore-Spieler (noch)? Die sind zwar Meinungsmacher und kaufen mehr Software als andere Nutzer, der Anteil am Markt dürfte sich aber verringern, je mehr sich die Hersteller auf den Massenmarkt und die Casual-Gamer konzentrieren, wird da geunkt.

    So meint Will Wright, man habe vorausgesehen, dass gewisse Leute nicht mit Spore zufrieden sein würden - man habe aber ganz bewusst nie auf die Core-Gamer abgezielt. Das Spiel sei fast vollständig von Sims-Spielern oder "Casual- und Non-Gamern" getestet worden - er wolle doch lieber eine breitere Zielgruppe erreichen. In der vergangenen Woche hatte EA verlauten lassen, dass sich Spore bis dato über eine Mio. Mal verkauft hat.

    Mit Warren Spector meldet sich auch ein anderer alteingesessener Designer zu Wort. Der Mann, der bei Spielen wie System Shock, Thief und Deus Ex mitgewirkt hat, orakelt:

    "Ich denke, die Leute werden sehr überrascht sein, wenn sie erfahren, woran ich derzeit arbeite. Ich bin mir sicher, dass sich viele von den Hardcore-Leuten aufregen werden und freue mich schon darauf, das mit ihnen zu diskutieren. Ich glaube nicht, dass ich irgendwelche Kompromisse hinsichtlich meiner Gameplay-Ideale eingehe. Aber ein Künstler, der sein Werk nicht dem größtmöglichen Publikum präsentieren möchte, ist verrückt."

    Er wolle sich nicht mit den Leuten anlegen, die ihm in der Vergangenheit das "Abzahlen seiner Hypothek" ermöglicht hätten, aber es sei nur natürlich, dass Hardcore-Spieler nicht mehr so relevant sein werden, wie sie es in der Vergangenheit waren.

    "Wir sind eine kommerzielle Kunstform, was heißt, dass man sich auf den Mainstream konzentriert, wenn man sich in diesem Spielebereich bewegt."

    Es sei aber der Hardcore-Bereich, der die "Kunstfertigkeit" in der Entwicklung weiter vorantreiben würde. Man brauche beides, Innovation und Kunstfertigkeit. Spector, der seit der Übernahme seines Studios für Disney tätig ist, denkt allerdings auch:

    "Der harte Kern ist vollständig sicher. Sie sind weniger relevant für die großen Publisher, aber sie haben mehr Relevanz für unabhängige Entwickler."


    Wie denkt ihr darüber?
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  2. #2
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    Aber ein Künstler, der sein Werk nicht dem größtmöglichen Publikum präsentieren möchte, ist verrückt."
    Die Frage ist, ob er es nur dem größtmöglichen Publikum präsentiert, oder es auch dafür produziert. Ein echter "Künstler" macht sein Werk nicht aus kommerziellen Zwecken wie er, Kunst ist bekanntermaßen noch nie etwas für die breite Masse gewesen... (Nicht, das man nichts damit verdienen könnte, aber das ist nicht die eigentliche Intention) Insofern geht er wohl doch irgendwelche Kompromisse ein.
    Ansonsten: Schade, aber aus wirtschaflticher Sicht nachzuvollziehen.

  3. #3
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    "Der harte Kern ist vollständig sicher. Sie sind weniger relevant für die großen Publisher, aber sie haben mehr Relevanz für unabhängige Entwickler."

    ./signed

    Was für uns Spieler, leider mehr monotonie bedeutet um die Casual Gaming Memen nicht zu überfordern.
    Das Problem wird einfach nur sein, das unabhängige Entwickler vom Mob der großen Publischer sofort gefressen werden, ihre Ideen werden von EA oder Activision geplättet und der masse Verkauft.
    Selbst wenn es mal ein unabhängiger Entwickler schaffen würde, sich durchzuschummeln bezweifle ich, dass es dort dann technisch innovative oder begeisternde Grafik sein wird. Man wird einfach nicht soviel Leisten können wir wird es inzwischen gewöhnt/verwöhnt sind. Damit werden wir unzufrieden sein. Und der junge Entwickler mit seinen innovativen Ideen wird unter gehen.. leider
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    "Good, Fast, Cheap: Pick any two (you can't have all three)."

  4. #4
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    Quote Originally Posted by MaX PoWeR View Post
    Die Frage ist, ob er es nur dem größtmöglichen Publikum präsentiert, oder es auch dafür produziert. Ein echter "Künstler" macht sein Werk nicht aus kommerziellen Zwecken wie er, Kunst ist bekanntermaßen noch nie etwas für die breite Masse gewesen... (Nicht, das man nichts damit verdienen könnte, aber das ist nicht die eigentliche Intention) Insofern geht er wohl doch irgendwelche Kompromisse ein.
    Ansonsten: Schade, aber aus wirtschaflticher Sicht nachzuvollziehen.
    Jop, bisher sollte Kunst die Intention einer Aussage haben, die die breite Masse erreicht und nicht ein lappriges Etwas über das die breite Masse Aussagen trifft.
    RFC 1925 / 2.7a:
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  5. #5
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    Ich übersetze mal:


    Wir machen Kunst nicht für Leute, die sich damit auskennen, da diese sofort merken, was wir ihnen für einen Scheiß verkaufen, sondern für absolute Laien. Denen können wir alles als "Kunst" verkaufen, sogar Scheiße (wie Spore)

  6. #6
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    Naja, die Spiele werden in absehbarer Zeit qualitativ hochwertiger werden, da die aktuelle Casual-Gamer Generation durch eben diese an die Games-Kultur herangeführt werden.
    Und sie werden eben auch ihre Erfahrungen mit ihren Games sammeln und dann mit der Zeit merken, dass die neuen Games nur Aufguss der Spiele sind, die sie mittlerweile auch schon gespielt haben, was die großen Entwickler dann doch wieder zu mehr Innovation zwingen wird.
    Also je mehr Casual-Gamer mit Drecksgames geködert werden, desto schneller wird die Qualität wieder steigen.
    Klingt einerseits paradox, aber andererseits doch wieder logisch, oder?

  7. #7
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    irgendwie schon

    Dann bleibt zu hoffen, dass die Casual Gamer den Schritt zum normalen Gamer schnell hinter sich bringen
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