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  1. #21
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    Zitat Zitat von clubic Beitrag anzeigen
    Für jemanden der am Existenzminimum lebt, hilft auch eine Steuersenkung direkt wenig. Dir könnte man "direkt" ausm Bundestag nur helfen wenn man Abgaben senkt, zum Beispiel die Krankenkassenbeiträge (aber das wurde ja mit der letzten Reform unmöglich)

    Wenn ich was zu sagen hätte:

    - Einführung des Kirchoffschen Steuermodells (aka Steuererklärung aufm Bierdeckel)

    - Abschaffung Soli

    - Eine ECHTE Krankenkassenreform

    - Investition in Schulen und Universitäten (Ja genau da kommen die Steuerverdiener von morgen her. Nicht von der 10 spurigen Autobahn München Kiel)

    - Extremer Einschnitt beim Wehretat

    - Bekämpfung von Steuertricks
    dann sollte man aber auch so fair sein, und das Programm mal zu Ende lesen. Krankenkassenbeiträge werden nämlich gesenkt, und es werden Investitionsmittel für Schulen und Universitäten (Verbesserung der Infrastruktur) vorgenommen.

    Wie gesagt, es geht bei dem Programm nicht nur darum, dass der Verbraucher mehr Geld hat, sondern auch darum, dass bestimmte Branchen (wie zB Bau, Metall, Auto etc.) gezielt gestärkt werden. Das kommt auch dem Verbraucher zu Gute, da er sich einerseits über die verbesserte Infrastruktur freuen kann, dieses wiederum Arbeitsplätze schafft bzw. erhält.

    Steuererklärung auf dem Bierdeckel bei Abschaffung von Steuertricks wäre wünschenswert, dass hat aber nichts mit einem Konjunkturprogramm zu tun.

    Wehretat zu senken ist schwierig, die Soldaten im Ausland sind ohnehin schon sehr schlecht ausgestattet, wenn man die Soldaten schon in Kampfgebiete schickt, dann doch bitte auch gut ausgestattet. Ob sie da hinschicken musst, ist natürlich eine andere Frage.

  2. #22
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    Das einzig gute ist die Investition in Schulen und Bildung ... der Rest ist, um es milde auszudrücken, ziemlich sinnfrei: Als Normalverdiener habe ich ~300 Euro mehr in der Tasche pro Jahr - dadurch ändern sich aber bestimmt nicht meine Kaufgewohnheiten

    Ob die ganzen Investition in die Autoindustrie und den Banken soviel bringt glaub ich jetzt mal nicht. Kurzfristig vll. (vor allem für die Autoindustrie) aber das ist dann auch alles.

    Was ich wirklich ganz schlimm finde ist, dass der Staat jetzt Kredite geben will für Firmen, die nichtmal von normalen Banken eine Unterstützung in Form eines Kredites bekommen. Macht mich irgendwie nachdenlich, aber ne Kreditblase gibts doch nur in den USA, oder ?
    Geändert von Nirvana (13.01.2009 um 23:46 Uhr)
    „Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr läßt.“

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  3. #23
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    Zitat Zitat von Castor Beitrag anzeigen
    dann sollte man aber auch so fair sein, und das Programm mal zu Ende lesen. Krankenkassenbeiträge werden nämlich gesenkt, und es werden Investitionsmittel für Schulen und Universitäten (Verbesserung der Infrastruktur) vorgenommen.

    Wie gesagt, es geht bei dem Programm nicht nur darum, dass der Verbraucher mehr Geld hat, sondern auch darum, dass bestimmte Branchen (wie zB Bau, Metall, Auto etc.) gezielt gestärkt werden. Das kommt auch dem Verbraucher zu Gute, da er sich einerseits über die verbesserte Infrastruktur freuen kann, dieses wiederum Arbeitsplätze schafft bzw. erhält.

    Steuererklärung auf dem Bierdeckel bei Abschaffung von Steuertricks wäre wünschenswert, dass hat aber nichts mit einem Konjunkturprogramm zu tun.

    Wehretat zu senken ist schwierig, die Soldaten im Ausland sind ohnehin schon sehr schlecht ausgestattet, wenn man die Soldaten schon in Kampfgebiete schickt, dann doch bitte auch gut ausgestattet. Ob sie da hinschicken musst, ist natürlich eine andere Frage.

    Ich hab nicht gesagt, dass keiner meiner Punkte im Paket enthalten sind.

    -Aber nach der Kassenreform kann ich über sowas wie Senkung der Beiträge echt nur lächeln. Die Leistungen werden weniger, Kassen bekommen Anreize Chronisch Kranke Patienten zu bekommen, Sätze werden "gesenkt" dafür gibt es Nachzahlungen.

    - Wenn ich Branchen stützen will, dann sollte ich doch bitte sinnvoll in Zukunftsbranchen investieren. Nicht das Gießkannenprinzip und Bankübernahmen bezahlen oder marode Autohersteller am leben halten. Wenn es einem Herrsteller jetzt plötzlich richtig schlecht geht, dann ging es ihm vorher auch nicht gut. Der Markt sollte ein wenig Reinigungskraft besitzen, damit die großen Schwachen auch mal sterben.

    - Eine einfache Steuererklärung wäre durchaus ein konjunkturprogramm (außer für Steuerberater).
    Okay, das stopfen von Steuerlöchern wird den Firmen nicht gefallen, aber von den Mehreinnahmen kann man ja was sinnvolles machen, zum Beispiel in die Krankenkassen pumpen, dann hat Lotze über Umwege auch was davon

    - Also ich persönlich sehe Deutschland nicht aus Afghanistan bedroht, aber vielleicht hab ich auch nur nen alten Atlas
    Ne viel mehr meinte ich Dinge, wie die Bestellung des Eurofighters. Das Ding wurde 1970 bestellt, ist jetzt noch nicht wirklich fertig, kostet Millionen/Milliarden und keiner braucht es. Bin mir sicher da verschwenden wir noch viel mehr.

  4. #24
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    Zitat Zitat von clubic Beitrag anzeigen
    - Wenn ich Branchen stützen will, dann sollte ich doch bitte sinnvoll in Zukunftsbranchen investieren. Nicht das Gießkannenprinzip und Bankübernahmen bezahlen oder marode Autohersteller am leben halten. Wenn es einem Herrsteller jetzt plötzlich richtig schlecht geht, dann ging es ihm vorher auch nicht gut. Der Markt sollte ein wenig Reinigungskraft besitzen, damit die großen Schwachen auch mal sterben.
    Ich habe ja leider nicht so viel Ahnung von der Wirtschaft, aber das ist mal ein sehr wichtiger Punkt. Wenn man nämlich Alles finanziell sanieren möchte was im Kapitalismus marode und kaputt ist - speziell auf Unternehmen zurückzuführen - kann nur eins passieren: Der Investor geht pleite.
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    Dieter Hildebrandt

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  5. #25
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    aus meiner sicht kompletter bullshit.
    baubranche ist anscheinend derzeit hinreichend ausgelastet, d.h. ab einem gewissen punkt führt eine künstliche mehrnachfrage nur zu höheren preisen, weil keine sau stellt extra wegem diesem mächtigen konjunkturprogramm extra leute ein.
    jede sau die sich ein bissel mit wirtschaft beschäftigt weiß eigentlich dass fusionen zu 80% nicht ihr ziel erreichen sondern sehr oft zu dummheiten führen, aber wir finanzieren den "commerzbank-dresdner bank"-deal.
    du wirst keine mehrheit von wirtschaftswissenschaftlern finden die dir überhaupt beweisen kann dass so genannte konjunkturbelebungsprogramme überhaupt einen signifikanten effekt haben. aber hey auf gut glück mal 50 milliarden rausblasen.
    das beste dabei ist, jeder freut sich jetzt mehr geld in der tasche zu haben - wobei die meisten vergessen dass wir im nächsten haushaltsplan dafür zinsen bezahlen müssen und damit die ausgaben direkt steigen.
    aus meiner "unwissenden" sicht ist das alles irgendwie quark.
    hey und wow in vielen großbetrieben ist jetzt kurzarbeit angesagt, bei mir nebenan ist das größte daimler-werk deutschlands, die bekommen glaube währenddessen 60-70% ihres Gehalts vom Daimler und glaube ungefähr 30% zahlt jetzt übergangsweise 12-18 monate der staat, womit die junx jetzt nur noch 3-4 tage die woche arbeiten aber dafür über 90% ihres gehalts bekommen, was wiederum wir bezahlen, da es früher oder später steuerfinanziert ist. sorry aber wenn ich 3-5000€ brutto als blechbatscher beim daimler im monat verdiene und nicht auf die idee komme was auf die seite zulegen für wirtschaftlich schlechtere zeiten, dann ist das einzig und allein demjenigen sein problem.
    ein großteil der arbeitenden bevölkerung muss sein leben lang mit deutlicher weniger zurecht kommen. darüber ärger ich mich tierisch.
    und wenn irgendwelche mächtigen konzerne konkurs gehen dann ist das für den einzelnen arbeiter zwar schlimm aber für die gesamtwirtschaft nur gesund. weil diejenigen dann einfach schlecht gewirtschaftet haben und sich am markt nicht durchsetzen können und andere firmen es besser können. was gerade passiert ist einfach eine gigantische wettbewerbsverzerrung.
    und welche firmen gehen hopps? zum großteil diejenigen mit finanzinvestoren/hedge-fonds im rücken.. ohne rückgrat, da hochgradig fremdfinanziert mit viel zu geringem eigenkapitalanteil.. kein weiterer kommentar dazu...

    sorry ist bissel lang und unübersichtlich geworden, aber das ganze nervt einfach tierisch!

    der artikel hat mir sehr gut gefallen:
    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E...~Scontent.html

  6. #26
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    Uiii da gehts um 50 MBit und Ihr kommt auf Konjunktur auch nicht schlecht, wobei wenn wir schon dabei sind

    Ich denke weder in Deutschland noch sonstwo auf der Welt bringt eines der Programme das was es soll, naja außer eine höhere Neuverschudlung die irgendwann eh keiner mehr bezahlen kann, aber was solls irgendwer muss ja die nächste Finanzkrise aufbauen, am besten mit Konjunkturprogrammen im Milliarden wenn nicht gar im Falle der USA im Billionen Bereich, sehr sinnvoll eingesetzt das ganze.

    Fazit: Auch mal kleinere Brötchen backen hilft hin und wieder
    --- realistisch pessimistisch ---

    "...... und wenn der Spielleiter lächelt, ist es meist viel zu spät ! "

  7. #27
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    Zitat Zitat von reen Beitrag anzeigen
    aus meiner sicht kompletter bullshit.
    baubranche ist anscheinend derzeit hinreichend ausgelastet, d.h. ab einem gewissen punkt führt eine künstliche mehrnachfrage nur zu höheren preisen, weil keine sau stellt extra wegem diesem mächtigen konjunkturprogramm extra leute ein.
    jede sau die sich ein bissel mit wirtschaft beschäftigt weiß eigentlich dass fusionen zu 80% nicht ihr ziel erreichen sondern sehr oft zu dummheiten führen, aber wir finanzieren den "commerzbank-dresdner bank"-deal.
    du wirst keine mehrheit von wirtschaftswissenschaftlern finden die dir überhaupt beweisen kann dass so genannte konjunkturbelebungsprogramme überhaupt einen signifikanten effekt haben. aber hey auf gut glück mal 50 milliarden rausblasen.
    das beste dabei ist, jeder freut sich jetzt mehr geld in der tasche zu haben - wobei die meisten vergessen dass wir im nächsten haushaltsplan dafür zinsen bezahlen müssen und damit die ausgaben direkt steigen.
    aus meiner "unwissenden" sicht ist das alles irgendwie quark.
    hey und wow in vielen großbetrieben ist jetzt kurzarbeit angesagt, bei mir nebenan ist das größte daimler-werk deutschlands, die bekommen glaube währenddessen 60-70% ihres Gehalts vom Daimler und glaube ungefähr 30% zahlt jetzt übergangsweise 12-18 monate der staat, womit die junx jetzt nur noch 3-4 tage die woche arbeiten aber dafür über 90% ihres gehalts bekommen, was wiederum wir bezahlen, da es früher oder später steuerfinanziert ist. sorry aber wenn ich 3-5000€ brutto als blechbatscher beim daimler im monat verdiene und nicht auf die idee komme was auf die seite zulegen für wirtschaftlich schlechtere zeiten, dann ist das einzig und allein demjenigen sein problem.
    ein großteil der arbeitenden bevölkerung muss sein leben lang mit deutlicher weniger zurecht kommen. darüber ärger ich mich tierisch.
    und wenn irgendwelche mächtigen konzerne konkurs gehen dann ist das für den einzelnen arbeiter zwar schlimm aber für die gesamtwirtschaft nur gesund. weil diejenigen dann einfach schlecht gewirtschaftet haben und sich am markt nicht durchsetzen können und andere firmen es besser können. was gerade passiert ist einfach eine gigantische wettbewerbsverzerrung.
    und welche firmen gehen hopps? zum großteil diejenigen mit finanzinvestoren/hedge-fonds im rücken.. ohne rückgrat, da hochgradig fremdfinanziert mit viel zu geringem eigenkapitalanteil.. kein weiterer kommentar dazu...

    sorry ist bissel lang und unübersichtlich geworden, aber das ganze nervt einfach tierisch!

    der artikel hat mir sehr gut gefallen:
    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E...~Scontent.html

    Dem kann ich nur zustimmen.

  8. #28
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    Zitat Zitat von Tarion Beitrag anzeigen
    Uiii da gehts um 50 MBit und Ihr kommt auf Konjunktur auch nicht schlecht (...)
    Nicht wir, die Bundesregierung schmeisst das ja in einen Topf.

  9. #29
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    auch wieder wahr
    --- realistisch pessimistisch ---

    "...... und wenn der Spielleiter lächelt, ist es meist viel zu spät ! "

  10. #30
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    naja, ok, dann lassen wir doch Daimler Pleite gehen, passt schon...
    Es ist ein bißchen einfach zu behaupten, der Markt regelt das von alleine, den Firmen, denen es jetzt ganz schlecht geht, gings auch vorher schlecht, dann soll es halt so sein, die Arbeiter hätten ja sparen können usw....
    So fing in der Tat die Krise in den 20ern an, nichts tun ist auf jeden Fall das Falsche, das wird dann schnell zu einem Teufelskreis...

    In einer normalen Wirtschaft wäre es so, dass illiquide Firmen noch weiterhin Überbrückungs-Kredite bekommen könnten und damit das überleben sichern könnten. Da die Banken aber gerade sehr restriktiv in der Kreditpolitik sind, bekommen eben viele Firmen keinen Kredit. Das ist sehr schlecht für die Schwachen, aber auch schlecht für die guten, Investitionen jeder Art werden einfach auf Eis gelegt, das ist volkswirtschaftlich klar erwiesen.

    Deshalb war auch der Move, sich an der Commerzbank zu beteiligen, sehr clever. Nun kann der Staat nämlich aktiv auf die Kreditpolitik Einfluss nehmen, bisher haben die Banken noch nicht allzu viel aus dem Fonds abgerufen, bzw. dies hat noch nicht zu der gewünschten und unbedingt notwendigen weniger restriktiven Kreditvergabe geführt.

    Man muss einfach mal die Zahlen anschauen, die Aufträge in fast allen Wirtschaftsbereichen der Produktion sind massiv zurückgegangen, und zwar in einem Ausmaß, der nicht vorauszusehen war. Kaum eine Firma ist darauf vorbereitet und hat genügend Mittel, dies abzufangen. Wenn die Banken dann auch wenig Kredite verteilen, verstärkt dies den Effekt umso mehr.
    Jeder staatlich subventionierte Auftrag hilft hier einfach. Darüber hinaus sollte man auch in Deutschland noch aktiver bei den Banken eingreifen, in England zB ist der Staat mittlerweile an fast allen Banken beteiligt, auch an denen, die es nicht zwingend nötig hatten. Aber man kann eben mitbestimmen, im Sinne des Staates...

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