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  1. #31
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    du hast schon auch recht - nur wird in der diskussion das staatsversagen konsequent komplett ausgeblendet.
    das staatliche handlungen idr zu nicht effizienten strukturen führen, und sich damit wohlfahrtsschädigend auswirken, ist ja eigentlich kein geheimnis. mir fällt spontan kein bereich ein wo der staat wirklich effizient wirtschaftet. die sache mit den krediten kann ich nicht beurteilen. aber viele miseren die jetzt zum vorschein kommen sind einfach auch hausgemacht(siehe automobilmarkt).

    außerdem zeigt doch diese krise zweierlei dinge:
    1.die eigenkapitalquoten sind viel zu gering
    2.dass die risikobereitschaft vieler vorstände/geschäftsführer viel zu hoch ist - da sie bei einem scheitern so gut wie keine konsequenzen tragen müssen und nicht mit eigenem vermögen haften bzw. sich durch windige geschäfte straffällig machen
    3.die volatilität innerhalb der aktienmärkte nichts mehr mit realwirtschaftlichen prozessen zu tun hat und dadurch kurzfristige, unüberlegte und risikofreudige handlungen gefördert werden - und solange wir das nicht in griff bekommen ist es mMn nur eine frage der zeit bis das system mal wieder kollabiert.

    das argument mit daimler pleite gehen ist doch außerdem quatsch. davon war noch nie die rede und ich habe davon auch nicht gesprochen - aber dass jetzt auf einmal die arbeiter dort kompensationszahlungen aus dem arbeitslosengeld-topf bekommen, wobei ihr gehalt seit x jahren WEIT über jedem durchschnittsgehalt liegt, stößt bei mir leider auf unverständnis.

  2. #32
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    Zitat Zitat von reen Beitrag anzeigen
    du hast schon auch recht - nur wird in der diskussion das staatsversagen konsequent komplett ausgeblendet.
    das staatliche handlungen idr zu nicht effizienten strukturen führen, und sich damit wohlfahrtsschädigend auswirken, ist ja eigentlich kein geheimnis. mir fällt spontan kein bereich ein wo der staat wirklich effizient wirtschaftet. die sache mit den krediten kann ich nicht beurteilen. aber viele miseren die jetzt zum vorschein kommen sind einfach auch hausgemacht(siehe automobilmarkt).

    außerdem zeigt doch diese krise zweierlei dinge:
    1.die eigenkapitalquoten sind viel zu gering
    2.dass die risikobereitschaft vieler vorstände/geschäftsführer viel zu hoch ist - da sie bei einem scheitern so gut wie keine konsequenzen tragen müssen und nicht mit eigenem vermögen haften bzw. sich durch windige geschäfte straffällig machen
    3.die volatilität innerhalb der aktienmärkte nichts mehr mit realwirtschaftlichen prozessen zu tun hat und dadurch kurzfristige, unüberlegte und risikofreudige handlungen gefördert werden - und solange wir das nicht in griff bekommen ist es mMn nur eine frage der zeit bis das system mal wieder kollabiert.

    das argument mit daimler pleite gehen ist doch außerdem quatsch. davon war noch nie die rede und ich habe davon auch nicht gesprochen - aber dass jetzt auf einmal die arbeiter dort kompensationszahlungen aus dem arbeitslosengeld-topf bekommen, wobei ihr gehalt seit x jahren WEIT über jedem durchschnittsgehalt liegt, stößt bei mir leider auf unverständnis.
    das die EK Quote zu gering ist, ist sicherlich richtig, wird allerdings ja durch Abschreibungen auf Zinskosten für Fremdkapital auch erst ermöglicht. Sicherlich hat der Staat hier auch mitschuld, da die Regularien einfach nicht ausreichend sind, um solch massiven Spekulationen zu verhindern.
    Das der Staat nicht effizient ist, wissen wir alle, und das wird sich auch nie ändern, dafür sind halt immer zu viele verschiedene Interessen betroffen, ist halt eine Konsensgesellschaft - dies hat wie gesagt auch nur bedingt mit der aktuellen Krise zu tun.

    Das der Staat bei Kurzarbeit zahlt ist allerdings nicht neu und auch richtig, ansonsten würden die Leute halt entlassen werden, was den Staat viel mehr Geld kostet.
    Daimler neigt auch sicherlich nicht zur Großzügigkeit, klar verdienen dort ungelernte Leute relativ viel, man vergisst hierbei nur immer wieder, wie scheiße eintönig der Job am Fließband doch ist. Da hat auf Dauer halt kaum einer Bock drauf. Kenne einige Leute in Bremen, die nach der 3. Verlängerung nen unbefristeten Vertrag von Daimler bekommen hätte, dann aber verzichtet haben, weil sie sich nach 5 Jahren Fließband trotz der Kohle einfach nicht mehr vorstellen konnten, den Job lebenslang zu machen. Imo zahlt Daimler doch nur so viel, weil sie sonst nicht genügend "qualifizierte Leute" bekommen würden - Angebot und Nachfrage gilt halt auch auf dem Arbeitsmarkt. Und das "Schmerzensgeld" ist amS für den Job auch angemessen..

  3. #33
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    Also grundsätzlich bin ich da doch schon ein Keynesiane

    also ich denke schon, dass der Staat in schlechten Zeiten eine Stütze sein kann. Das Problem in Deutschland is halt nur, dass der Staat auch in guten zeiten Mrd einfach für nichts rausbläst. Bestes Beispiel Kohle.

    Und jetzt wo man wirklich Geld ausgeben sollte, fließt viel in Dinge die a) sowieso gemacht gehören und b) viel zu viel in langweilige "Einmalprojekte". Wo ist der Multiplikator Nutzen, wenn jeder 50 Mbit Net hat? Investiert man es doch lieber in Bildung Kinderbetreuung und allgemein die Jugend. Jeder gut Ausgebildete wird später mehr Steuern zahlen als Sozialhilfe kassieren. Soz Päds ausgeschlossen

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