Bakterien, Algen und Seepocken – das Problem ist dasselbe geblieben. Seit den Anfängen der Schifffahrt plagen sich Seeleute mit organischen Ablagerungen am Schiffsrumpf. Die lästigen Meeresbewohner treiben so lange durch den offenen Ozean, bis sie auf eine Oberfläche treffen, an der sie sich festklammern können. Dort lagern sie sich an und werden zu einer steinharten Kruste. Wissenschaftler von der University of Birmingham haben nun einen Nano-Überzug entwickelt, an dem die ungeliebten Kleinstlebewesen nicht haften können.

Wirkt die neue Schutzschicht wie angekündigt, könnten teure Wartungsarbeiten entfallen. Bisher müssen Schiffe regelmäßig ins Trockendock, um dort von Seepocken befreit zu werden. In erster Linie dürfte aber die Umwelt profitieren. Mit der Spezialoberfläche lassen sich bis zu 40 Prozent des Treibstoffs einsparen. Die Wissenschaftler rechnen mit einer jährlichen Einsparung von 384 Millionen Tonnen CO2. Das dürfte den Treibhauseffekt deutlich bremsen.


http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id1999.htm