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  1. #11
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    vielleicht meinte Malte das die Menschen seit den 60er Jahren nicht mehr glücklicher werden, sondern der Trend eher etwas dreht.

  2. #12
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    "Glück" ist ja sowieso was subjektives, ansonsten müsste man ja behaupten, dass alle Leute ab einem Einkommen X oder Vermögen X "glücklich" wären. Allein die Soaps, die immer in den Zeitungen stehen, und von den Reichen produziert werden, lässt daran schon zweifeln.

    Ansonsten muss man halt berücksichtigen, dass zwar viele dank Geldproblemen Alltagssorgen haben, die auch unglücklich machen können. Andererseits muss kaum einer mehr körperlich hart arbeiten, insgesamt wird eher weniger gearbeitet - Ausnahme vielleicht die 90er. Das ist alles schwer, pauschal zu beantworten. Ein Problem ist halt insofern, dass alle Harzt4-Bezieher, Zeitarbeiter etc. keine Lobby in Politik, Gewerkschaft, Parteien etc. haben. Wie man das ändern soll, weiß ich aber nicht.

  3. #13
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    hm... Lobbyist für die Armen wär doch ein guter Job für mich ... bleibt das Problem dass das ja keiner bezahlen kann

  4. #14
    Becks is offline Alter Hase e. V. Mitglied
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    Tja, so zeigt sich, dass du anscheinend auch denkst, wie diejenigen mit Geld bzw. Einfluss. Man könnte sich ja auch erstmal "so" organisieren. Ohne Geld hat man regelmäßig ja Zeit und Internet und Telefon kosten quasi nichts

  5. #15
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    Quote Originally Posted by zebo View Post
    Das würde ich aber sowas von behaupten und dreifach unterstreichen. Allein der Lebensstandard dürfte sich seit den 80er Jahren (ja auch damals war er nicht unbedingt schlecht) drastisch erhöht haben. Die Leute haben definitiv mehr Geld zum ausgeben als Damals, das Problem ist halt, dass auch viele es auf diverse neue Arten dann auch ausgeben die es 1980 einfach noch nicht gegeben hat.

    Wer hatte denn in den 80ern alles ein Handy, einen Flachbildfernseher in heute gängigen Größen, ein schnurloses Telefon im Haus, Einen (breitband) Internetanschluss, trillionen TV-Sender, ein Auto mit Klimaanlage und und und... aber stimmt, damals war vermutlich alles besser!
    Diese Argumentation ist doch total Banane... Ein ~100cm Röhrenfernseher war in den 80ern auch nicht günstiger als ein LCD Fernseher heute. Allgemein würde ich behaupten, sind elektronische Geräte heutzutage eher günstiger als "damals". Außerdem sollte man den Lebensstandard nicht mir technischem Fortschritt verwechseln. Nur weil damals niemand ein Handy hatte, war der Lebensstandard nicht schlechter, es gab sie halt einfach noch nicht, das muss man also alles relativ sehen... Der Mittelstand schrumpft seit Jahren und die Anzahl derer, die trotz Fulltimejob finanzielle Unterstützung brauchen, um sich und ihre Familien durchzukriegen, steigt jährlich. Das sind Fakten, und keine Stammtischparolen wie "damals war alles besser". Wenn Du das mit Zahlen widerlegen kannst, lass ich mich aber auch gerne eines Besseren belehren.

  6. #16
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    Quote Originally Posted by Becks View Post
    Tja, so zeigt sich, dass du anscheinend auch denkst, wie diejenigen mit Geld bzw. Einfluss. Man könnte sich ja auch erstmal "so" organisieren. Ohne Geld hat man regelmäßig ja Zeit und Internet und Telefon kosten quasi nichts
    nö.
    gibts ja schon und bringt nüschts ... ich hab mal mit Leuten aus einer Bildungsmaßnahme gearbeitet ... sinnlos ...
    das Problem ist ja das man den Politikern keinen Verdienst nach ihrer Amtszeit anbieten kann und für gute Lobbyarbeit braucht man einfach Geld und eine breitere Basis. Langzeitarbeitslose sind auch meist viel zu lethargisch in ihrem Schicksal gefangen als das sie sich noch Mühen machen würden und seien wir ehrlich meist fehlt es auch an Allgemeinbildung ... da wissen doch die meisten nicht mal was hinter der Idee des Bürgergelds steckt (als Beispiel) davon abgesehen das ich das eh nicht ernst als Jobalternative gemeint habe.

  7. #17
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    Quote Originally Posted by Becks View Post
    Ein Problem ist halt insofern, dass alle Harzt4-Bezieher, Zeitarbeiter etc. keine Lobby in Politik, Gewerkschaft, Parteien etc. haben. Wie man das ändern soll, weiß ich aber nicht.
    Das die Armen in Deutschland keine Lobby haben, ist ams nicht wahr, wenn ich mir überlege das für 33% unseres Haushaltes für Arbeit und Soziales aufwenden. Arm sind in Deutschland auch die allerwenigsten, diese EU Statistik mit unter 60%(?) vom Durchschnittseinkommen taugt dafür mal einfach gar nicht.
    Wo soll es denn hier 9 Mio Arbeitslose geben? Die Personen in Maßnahmen, die nicht gezählt werden, belaufen sich meines Wissens nach auf 1,2 Mio oder so, dann wären wir bei 4,4 Mios
    Klar sind die Zahlen geschönt, das sind sie aber schon immer gewesen, daher ist die Zahl der Arbeitslosen auf jeden Fall gesunken...

  8. #18
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    OK das stimmt es sind keine 9 Mio. ABER

    1,5 Mio. in Beschäftigungsmaßnahmen (sind definitiv Arbeitslos)
    hunderttausende z.B. Alleinerziehende Mütter/Väter die Arbeitslos sind werden nicht mitgezählt
    hunderttausende z.B. Ehefrauen/Männer die gerne arbeiten würden werden nicht mitgezählt
    2,X Mio. Menschen ab 50 die arbeiten könnten werden nicht mitgezählt sondern als Frührentner betrachtet

    Rund 5 Mio Menschen haben nur einen 400 Euro Job (viele davon bekommen zusätzlich Hartz4 und werden nicht gezählt)
    Rund 2,2 Mio haben einen Mini Job (viele davon bekommen zusätzlich Hartz4 und werden nicht gezählt)
    900.000 Menschen in Zeitarbeit (viele davon bekommen immer wieder Hartz4 zwischendurch)

    Natürlich muss man dabei auch viele Studenten herausrechnen die gar nicht mehr verdienen wollen ... aber es bleiben doch einige Mio. Menschen mehr als uns die Regierung gerne verkaufen würde ...
    Die Menschen die Vollzeit arbeiten aber mangels Mindestlohn dennoch zusätzlich Hartz4 beantragen müssen werden leider auch immer mehr ...

    aus meiner Sicht sind das nicht gerade rosige Zahlen und selbst wenn es nun keine 9 Mio Arbeitslosen sind so sind es doch wohl 9 Mio Menschen die nicht regelmäßig arbeiten oder eben nicht vollständig für ihr Leben sorgen können obwohl sie arbeiten. befriedigend ist nichts davon.

  9. #19
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    Du must dich dann aber fragen woran das liegt. Jobs gibt es mehr als genug. JEDER der sich ein bischen anstrengt und nicht total bekloppt (ja sowas gibts auch) ist kann sich Arbeit finden. Ist dan halt nicht unbedingt das was man machen möchte oder gelernet hatt, dan Arbeitet man halt im Callcenter oder bei der Müllabfuhr, aber wer würde so einen Job schon annehmen wenn er z.B. Informatiker gelernt hatt. Gibt auch viele die einen Job im Umkreis von 30km im Ländlichen bereich wollen, das geht halt auch nicht immer. Aber jeder halbwegs zurechnungsfähige Mensch kann Arbeit bekommen wenn er nur will, und da liegt das Problem in Deutschland. Hartz4 einfach um die hälfte kürzen für Leute die z.B. 4 Monate gar nichts machen. Und wenn Sie nur Kleinigkeiten machen und nicht genug verdienen aufstocken, aber für die "faulen" die gar nix machen streichen. Soll Darwin das ganze regeln.

  10. #20
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    naja, das ist etwas zu hart. Eine mir sehr gut bekannte Person arbeitet bei der Arge als Vermittlerin. Da sind schon viele Leute dabei, die du genannt hast, zu doof, zu immobil (von Brandenburg nach Berlin isses jetzt nicht soooo weit), und wenn man sich da den ganzen Tag die ausreden anhören muss: "wie mehr als 30 min täglich zug fahren, nö" oder "wie mit dem Fahrrad zu Arbeit, nö ich will Klasse 3 Führerschein und nen Auto", dann kann man schon auf den Gedanken kommen, dass wir noch zu viel Hartz 4 zahlen. Allerdings gibt es auch genug Leute, wie alleinerziehende Mütter oder alles ü50 zb, die wirklich gerne arbeiten würden, für die man aber aus verschiedenen Gründen nicht ohne weiteres nen Job finden kann.

    Die Mehrzahl scheint nach den Erzählungen aber tatsächlich unfähig/unwillig zu sein, oder es ist einfach zu spät, wie bei den ü25 ohne Lehre und jemals länger in einem Job gearbeitet ... die bekommste halt auch nie wieder vermittelt, wenn die dann auch kein Bock auf ne Lehre haben sowieso schon mal gar nicht... da helfen auch die Sanktionen (bis zu 30%) gar nichts,

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