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  1. #581
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  2. #582
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  3. #583
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    Ich habs echt geschafft mir die Rede bis zum Schluß anzuschauen. Es sind mir jedoch 2 Standpunkte aufgefallen, denen ich so nicht zustimmen kann. Erstens profitieren nicht alle Länder von Europa und dem Euro wirtschaftlich gesehen. Zwar profitierte Deutschland davon sehr wohl - zumindest im Exportbereich mit den wahnsinnigen Aussenhandelsüberschüssen gibt`s aber auch automatisch auch das Problem, dass gerade die Süd EU Länder extreme Aussenhandelsdefizite haben.

    Das wird in einer Währungsunion auf Dauer nie gut gehen. Zudem schickt man politisch gesehen (durch den Fiskalpakt) diese Länder von der Rezession direkt in die Depression. Europa muss da schleunigst reagieren und gegensteuern, ansonsten verliert man durch die gescheiterte Währungsunion womöglich sogar die europäische Union.

    Mal abgesehen davon, dass dies auch Deutschland die nächsten Jahre hart treffen wird. Da es dort keine wirklichen Reallohnerhöhungen gibt und gab, ist Deutschland angekommen als Junkie des Exports. Der Binnenmarkt und die Nachfrage fällt immer weiter ab - und wie will man in Länder exportieren, die in eine wirtschaftliche Depression gepresst werden ?

    Als 2. Punkt dazu noch: Deutschland hat sehr wohl Populisten im Bundestag - für mich mit der FDP sogar in der Regierung.

    Anssnten eine liebenswerte Rede - wenn sich politisch und wirtschaftlich in der Eurozone nicht bald mal was gravierend ändert bleibt das ganze als Randnotiz und Abgesang auf ein Europa das man gerne "hätte".

    Falls es jemanden interessiert ....

    https://bb31a8ea-a-62cb3a1a-s-sites....attredirects=0

    Macht`s gut Nachbarn !
    Last edited by Nirvana; 22.02.2013 at 22:21.
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  4. #584
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  5. #585
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    Und jährlich grüßt das Murmeltier. Das liegt einfach an der kruden Definition von Armut, die ja als Prozentsatz "X" vom Durchschnittseinkommen definiert ist. Aus meinr Sicht ist man deswegen nicht arm, man hat nur offensichtlich weniger Geld zur Verfügung als der Durchschnitt. Arm ist, wenn man nichts hat, Teile Osteuropas, Afrika, etc...

    Grundsätzlich kann bei dieser Definition auch folgendes passieren: Insgesamt hat nämlich die große Mehrheit der Deutschen in den letzten 1-2 Jahren ein ordentlichen Gehaltszuwachs nach Jahren der Stagnation erhalten. Offensichtlich mit der Ausnahme des Niedriglohnsektor, wo scheinbar die große Mehrzahl der Bevölkerung aufgrund von Geiz-ist-Geil nicht bereit ist, mehr für bestimmte Dienstleistungen zu bezahlen. Dann gibt es eben auch nicht mehr Lohn - siehe das Amazon Beispiel, man hat es ja selbst in der Hand...

  6. #586
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    Wie kannst du es vagen hier Vorurteile einfach so zu zerstören Davon abgesehen halte ich einen Mindestlohn trotzdem für eine gute Idee.

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  7. #587
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    Also man kann ja herrlich darüber streiten was Armut bedeutet. Allerdings sollte man mal darüber nachdenken was passiert, wenn die Tendenz so weitergeht wie bisher, also die untere Hälfte nur noch 0,3% des gesamten Nettovermögens hat (so in 10 Jahren wenn man sich danach richten kann).

    Laut Bericht verfügen die reichsten zehn Prozent der Haushalte über 53 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die gesamte untere Hälfte der Haushalte besitzt dagegen nur gut ein Prozent - im Jahr 2003 waren es noch rund drei Prozent gewesen.
    Was für tolle Dienstleistungen sollen denn die Menschen die eh nicht viel haben in Anspruch nehmen? Hier noch rummosern, dass der Binnenmarkt im Deutschland wegen des Geiz ist Geil Prinzips nicht läuft ist dann wohl etwas unangebracht. Gebt halt den Menschen unter der 50% Quote einfach mal nen wenig mehr - dann ist .de auch nicht mehr so wahnsinnig abhängig vom Export. Ich weiß der Gedanke ist dumm. Irgendwo muss man ja immer sparen .... sonst geht`s nicht mit Wachstum, Wachstum, Wachstum ... - also genauso weitermachen wie gewohnt und immer dran denken: Geht`s der Wirtschaft gut, geht`s denn Menschen noch viel besser.

    Die letzten 10 Jahre waren halt schlecht in .de - aber es wird jetzt besser, wirklich! Immer fest dran glauben, und die Augen schließen vor dem was kommt aus Südeuropa.
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  9. #588
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    Das ist ja prinzipiell richtig, dass die Leute im Niedriglohnsektor mehr Geld bekommen sollten. Aber wie gesagt - Amazon & Zalando oder auch Frisör - sind wir ja auch scheinbar nicht bereit, mehr zu bezahlen... Da hilft dann in der Tat nur der Mindestlohn

  10. #589
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    Also das einzige was ich bisher genutzt hatte war halt Amazon - aber auch nur für Musik, Spiele und Bücher - teilweise sogar als UK Import. Aber um das mal auf den Punkt zu bringen: man kann es sich auch total einfach machen und dem Internet die Schuld daran zu geben, dass der Einzelhandel nicht so dolle funktioniert. Umgekehrt könnte man auch sagen: Warum eröffnen die keine Onlineshops?

    Genausogut kann ich auch feststellen (hab ich nen paar mal erlebt, wenn ich bei Aldi einkaufen war) wie sich die Eliteschicht mit Kistenweise Champagner und Wein dort bedient hat und in ihren Luxusautos weggefahren ist. Was ich damit sagen möchte: Diejenigen die dicke Kohle haben machen es doch nicht anders .... und dienen doch als Vorbild, wie man mit Geld umgeht

    Es muss ein Mindeslohn her in Deutschland und der sollte mindestens doppelt so hoch sein, wie die staatliche Stütze. Es kann einfach nicht sein, dass eine Vielzahl von Leiharbeitern, Aufstockern etc. pp. am Ende einen Bruchteil mehr haben als Leute die absichtlich zu Hause rumlungern. Das muss auch geschehen, um die gravierende Altersarmut in den Griff zu bekommen. Wie sollen denn die Menschen für ihr Renternalter vorsorgen, wenn die sowenig haben, um grad mal jeden Monat um die Runden zu kommen. Da muss man kein Genie für sein, um zu erkennen dass diese Leute im Alter Hartz4 Rentensätze haben werden. Aber es wird nicht kommen, hört sich ja viel zu sozialistisch an und dafür ist eh kein Geld da.
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  11. #590
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    Ich stimme Dir prinzipiell zu, dass sich Arbeit lohnen muss, also ja zum Mindestlohn. Die Frage ist halt, wie hoch muss der sein. Doppelt so hoch ist halt krass, weil Du in vielen Bereichen ja echt nur hart über der Grenze zu H4 bist, also dann der Frisörbesuch vielleicht doppelt so teuer wird. Und gerade diese "No-Frills" Leistungen sind ja auch Bedarfsgüter, die alle brauchen - im Endeffekt bist Du also den Mehr-Lohn gleich wieder los. Da können sich Zig Volkswirte die Zähne dran ausbeissen. Alternativ senkst Du Hartz4, um Arbeit noch attraktiver zu machen (nicht mein Vorschlag, nur um die Stellschrauben aufzuzeigen).. .

    Auch ist es so, dass einige - aber nicht alle - diese Leitungen im globalen Wettbewerb stehen - soll heißen, dass diese Arbeitsplätze bei einem MIndestlohn sofort ins Ausland verlagert werden.
    Ergo: Man kann mit einem prinzipiell richtigem Mindestlohn verdammt viel Falsch machen und muss hier echt mit Augenmaß vorgehen...

    Klar deckt sich die Elite billig ein, das ist ja nicht der Punkt- der Punkt ist, dass dies alle tun.. Homo Economicus halt...

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