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  1. #1
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    Default E3... nichts Neues zu bieten

    Kommentar von Peter Molyneux

    In Anbetracht des Pressekonferenz-Wettrennens zwischen Microsoft und Sony auf der E3 hat sich erstmals Peter Molyneux zu Wort gemeldet. In einem Interview mit Gamesindustry International hat der Urvater des Götterspiel-Genres – zu seinen Werken zählen unter anderem die Klassiker Populous und Dungeon Keeper – einmal Bilanz gezogen.

    So sei ihm das PR-Gebahren beider Konzerne im Rahmen der Messe aus Kundensicht wie der Machtkampf konkurrierender „Burschenschaften“ vorgekommen. Er kritisiert diesbezüglich insbesondere Microsofts Präsentation der Xbox One, die er als „unprofessionell“ bezeichnet. So hätten sich die „Phils“ (Phil Spencer und Phil Harrison) dabei abgewechselt, Erklärungen vor allem hinsichtlich des geplanten Always-Online-Geschäftsmodells „aus der Hüfte heraus [ins Publikum] abzuschießen“. Dabei hätten sie jedoch weder überzeugend den Nutzeffekt für den Kunden erklärt, noch stringent artikulieren können, wie es sich in der Praxis verhält. Molyneux ist dem Always-Online-Konzept zwar nicht konsequent abgeneigt, denkt aber, dass es den Benutzern besser verständlich gemacht werden könne.

    Ich glaube, wir erleben einen kleinen Schluckauf in der Branche. Als Branchengrößen müssen wir transparent gegenüber den Kunden sein, aber wenn man bei der E3 ist, vergisst man manchmal quasi die Kunden. Dann scheint sich alles nur noch um die Show zu drehen.

    Das Hauptproblem ist seiner Meinung nach, dass Entwickler und Publisher im Bezug auf Hardware und Spiele zu sehr im eigenen Saft schmoren. Anstatt den Horizont zu erweitern, seien sie bestrebt, die immer gleiche Zielgruppe mit den immer gleichen Marken zufriedenzustellen. So sei der Großteil aller Spiele, die auf der E3 vorgeführt wurden „bis zum Rand mit Schießereien und Explosionen angefüllt“ gewesen, wobei er Call of Duty als Beispiel nennt. Während am Shooter-Genre generell nichts auszusetzen sei, sei der Markt mit solchen Titeln bereits derart übersättigt, dass man „das Publikum nicht mehr wirklich damit begeistere“. So sei er selbst dessen Zeuge geworden, wie Presse-Berichterstatter bei der Vorführung der Battlefield-Demo eine „Pinkelpause“ eingelegt hätten, da der Titel nach ihren eigenen Aussagen „zu nichts führen" würde. Man hätte als Spieler schon „Wolkenkratzer, New York, Schiffe und alles [mögliche] zerstört“, was bliebe also noch übrig? Zum Vergleich zieht er die Filmindustrie heran, wo sich eine allmähliche Rückbesinnung auf intelligente Charakterentwicklung und Storyverlauf statt der momentan vorherrschenden Effekthascherei abzeichne. Persönlich sieht sich Molyneux als ein Verfechter der Indie-Spieleszene, da sie nicht davor zurückscheue, spielerisches Neuland zu betreten und außergewöhnlichen Ideen Raum zu geben.

    Die Branche liegt mir am Herzen und ich bin in der Tat um sie besorgt. Ich glaube nicht, alle Antworten parat zu haben, aber ich glaube, dass wir es uns zu lange einfach gemacht haben [...] und die Fans und Spieler-Gemeinde ganz unglaublich missbraucht haben – und wenn wir nicht achtgeben, werden wir das Vertrauen dieser Leute verlieren.


    Ein sehr sympathischer Kerl. Neulich habe ich hier im Forum jemanden ähnliches posten sehen. Ich glaube das war Zebo. Dass es fast nur noch Shooter gebe, die sich zudem irgendwie ähneln. Das kritisiere ich ja schon länger, dass die Battlefields und Call of Dutys mir einfach keinen Spaß mehr machen. Ich komme mir vor wie Moorhuhn schießen mit besserer Grafik, aber null Spielintelligenz. Da liebe ich doch so Games wie "Rayman Origin", "Metro Last Light", XCom, "Hitman Absolution" oder "Witcher 2", die wirklich durch gute Grafik, Abwechslung, Spielwitz oder -mechanik begeistern können.
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  2. #2
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    Die Augen der Weltöffentlichkeit waren während der E3 auf den sogenannten Konsolen-Krieg zwischen Sony und Microsoft gerichtet. Doch auch abseits der zwei großen Player spielte sich ein Gefecht ab, das an Unterhaltungswert kaum zu übertreffen sein dürfte.

    Die E3 ist ohne Zweifel die wichtigste Fachmesse für Videospiele und kann eigentlich von keinem ambitionierten Player ignoriert werden. Gleichzeitig ist ein Stand in den Hallen von Los Angeles aber auch sündhaft teuer, weshalb viele aufstrebende Unternehmen trotz des riesigen Potentials der Messe vor den Mietgebühren kapitulieren müssen. Zu diesen Firmen zählt auch Ouya, der Hersteller der gleichnamigen per Crowdfunding finanzierten Android-Spielekonsole. Doch genau wie bei der ursprünglichen Kapitalsuche fand man auch dieses Mal einen kreativen Alternativweg.

    Ouya mietete einfach eine große Fläche auf einem Parkplatz direkt gegenüber des Messegeländes an. Dort wurde ein eigener Stand aufgebaut und die Fachpresse so ohne große Investition informiert. Den Machern der E3 allerdings war diese Vorgehensweise offensichtlich ein Dorn im Auge. Sie wollten sich offenbar nicht gefallen lassen, dass jemand die Anwesenheit der gesamten Fachpresse ausnutzt, ohne die dafür üblichen Gebühren zu zahlen.

    Kleinkrieg auf dem Parkdeck
    Also mietete die E3 kurzerhand auch einen Teil des Parkplatzes an – und zwar genau den vor dem Ouya-Stand. Auf dieser Fläche parkte man dann kurzerhand ein paar LKW, die die Sicht auf den Stand versperrten. Das wiederum rief erneut das Ouya-Team auf den Plan, das die freie Fläche vor den Trucks mietete und dort Hinweisschilder aufstellte, dass der eigene Stand hinter den Trucks zu finden sei.

    Seinen Höhepunkt nahm das Kindergarten-Theater dann, als die E3 kurzerhand die Polizei zur Hilfe rief. Zwei Polizisten des LAPD fuhren mit ihren Elektro-Vehikeln vor, überprüften die jeweiligen Mietverträge der beteiligten Parteien und rollten dann wieder ab, da niemand eine Straftat begangen hatte. Immerhin konnte die E3 danach für alle Beteiligten ohne weitere Zwischenfälle zu Ende gehen.


    Was Soll man Dazu noch sagen außer Kindergarten ?

  3. #3
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    Aber eine sehr coole Aktion von Ouya!
    RFC 1925 / 2.7a:
    "Good, Fast, Cheap: Pick any two (you can't have all three)."

  4. #4
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    Das Definitiv xD

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