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  1. #131
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    OSZE und CNN: „Es gibt keine russischen Truppen in der Ukraine!“

    Ich glaub, die sind auch vor Ort Will sagen, dass jemand vor Ort ist, heisst doch gar nichts, trotzdem werden widersprüchliche Sachen berichtet.

  2. #132
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    vielleicht solltest Du den Artikel noch mal lesen, dass wird darin gar nicht behauptet.
    Aber gute Diskussions-Taktik, einfach pauschal irgendein unrelated Bespiel bringen, und damit vermeintlich den ganzen Artikel ins schlechte Licht rücken, weil ja generell Augenzeugen scheisse sind.
    Einfach mal lesen, ist klar und gut verständlich geschrieben und nimmt einige von Putins Argumenten auf.

    Aber auch egal, der Putin ist eh der Gute, egal was man hier schreibt.. Unfassbar.

  3. #133
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    Ich hab den Artikel GAR NICHT gelesen, nur den Anfang überflogen, darum gings gar nicht. Wundert mich aber langsam nicht mehr, dass Du das nicht verstanden hast.

    Aber auch egal, Nato/USA/EU sind die Guten, egal, was man hier schreibt... Unfassbar.

  4. #134
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    Bei einem Bericht für die Tagesschau sagt er noch selbst, also Neef: "Heute Nacht wurden mehrere Wohnhäuser und ein Krankenhaus" getroffen. http://www.tagesschau.de/multimedia/...deo-16655.html

    Das I-View in der Tagesschau ist zumindest wesentlich differenzierter als dieser Artikel vom Spiegel jetzt. Apropos finde ich es ganz nützlich, wenn man mehr auf Differnzierung Wert legt, wie hier zB: http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-989328.html

    Was Neef er vor einigen Wochen geschrieben hat mag ich nicht abstreiten:
    Aber Russland ist nicht Europa. Es wird auch nie Europa sein. Es hat nach dem Krieg und den seelischen Zerstörungen der Stalin-Zeit keine Phase der Aufklärung durchgemacht. (…) Putin setzt auf Macht und begründet sie mit einer konservativen, antiwestlichen Ideologie. Er spricht davon, dass 'viele der euroatlantischen Länder moralische Prinzipien und alle traditionellen Identitäten verleugnen: nationale, kulturelle, religiöse und selbst sexuelle'. Man müsse 'eine Bewegung zurück und nach unten, in die chaotische Dunkelheit und zu primitiven Zuständen' verhindern. Russland müsse dabei vorangehen.
    Das Problem ist aber, dass er in der Hinsicht den "Westen" als Vergleich nicht zur Sprache bringt - und auch jede Kritik hinsichtlich Dessen als nicht problematisch deklariert, zu sehen im Presseclub vom Sonntag. Denn was ist bitteschön mit: Guantánamo, Abu Ghraib oder auch den mutwilligen Bruch von Völkerrecht bei den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen, sowie schließlich die tausendfach tötenden Drohnen in der arabischen Welt, der Massenüberwachung durch die NSA und letzlich dem gewaltsamen Umsturz in der Ukraine, den die USA laut eigenen Aussagen zumindest mitfanziert haben ?

    Merkel hat mal einen schönen Satz gesagt - soll ja auch bei ihr mal vorkommen: "Wer auf seine eigene Bevölkerung schiesst hat jede Legitimation verloren". Die Putschregierung ist zwar nicht einmal verfassungsgemäß bestätigt worden, aber ich möchte hier noch einmal wiederholen: Diese Regierung war es die eine Anti Terror Operation gestartet hat, der jetzt - auch wenn Berlin sich offiziell wohl schwer tut zu einen kriegsähnlichen Zustand geführt hat, oder so ähnlich - however. Wieder mal keiner mit entsprechender weitsicht in Brüssel dagewesen, so scheint es, der Kiew dazu genötigt hat in Verhandlungen zu treten ...
    Jetzt nach Tausenden von Toten und Verletzten und 1 Million Flüchtlinge will man anscheinend doch mal verhandeln ?!
    Oder doch lieber noch Waffen schicken an die Ukrainer ?

    btw:

    Man kann mit Sicherheit sagen, dass mittlerweile über eine Million Menschen wegen des Konflikts vertrieben wurden", sagte Vincent Cochetel, Direktor des UNHCR-Büros für Europa. Dabei zähle er die Zahlen der Flüchtlinge innerhalb und außerhalb der Ukraine zusammen. 260.000 Flüchtlinge in der Ukraine seien eine niedrige Schätzung, sagte Cochetel. Weitere 814.000 Menschen seien mittlerweile in Russland gelandet.
    Die Bevölkerung zieht es also aus UNO Kreisen massenhaft in das (NATO Ausdruck) Aggressorland Russland.
    „Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr läßt.“

    Dieter Hildebrandt

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  5. #135
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    Wecker zu der Rede von Gauck gestern in Polen /sign

    Liebe Freunde,
    ein kurzer Zwischenruf aus der Stille, weil ich mich so geärgert habe.
    Vor einigen Wochen habe ich hier das Loblied des Präsidenten Uruguays gesungen, und mir gewünscht, Herr Gauck möge sich mal von José Mujica inspirieren lassen. Den Text nannte ich: „Vom guten Präsidenten“.
    Wie sollte man nun heute ein Lied über Gauck titeln, jetzt nach seiner unsäglichen Rede in Polen?
    „Der unbesonnene Präsident“ nennt ihn, höflich und kompetent wie immer, Heribert Prantl in seinem Kommentar in der SZ.
    Der Bundespräsident spreche zu Recht von der Scham über die deutschen Verbrechen, „dabei darf er aber an der russischen Grenze keine Vollbremsung machen“, so Prantl.
    Welcher Teufel ist bitte in diesen Pastor gefahren, dass er 30 Millionen sowjetische Kriegsopfer ausklammert bei dieser Rede?
    Polen war Aufmarschgebiet für den Überfall des Nazi-Reichs auf die UdSSR. Um "Lebensraum im Osten" zu erobern und "jüdischen Bolschewismus" zu vernichten hausten die Nazis grauenvoll, das kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen.
    Statt dessen erklärt er Putin den Krieg.
    Für einen Bundespräsidenten ungebührlich scharf verlangt Gauck von Putin eine Änderung seiner Politik, die Rückkehr zu den Regeln des Völkerrechts. Und er nimmt auch das Wort Verteidigungsbereitschaft in den Mund, die man an die neue Lage anpassen werde - wieder so ein Signal des Bundespräsidenten, dass Deutschland bereit ist, seiner gestiegenen Verantwortung in der Welt notfalls auch mit Waffengewalt gerecht zu werden.
    „Ein Bundespräsident hat eine andere Rolle als der Nato-Generalsekretär“, schreibt Prantl. Er scheint es nur nicht zu wissen. Das Amt hat ihm den Kopf verdreht.
    Dieser Theologe missbraucht sein Amt. Er kennt den berühmten alttestamentarischen Text des Propheten Jesaja - in dem es heißt, dass die Völker ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. "Und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“
    „Die Annäherung zwischen unseren Völkern kommt mir daher wie ein Wunder vor.Um dieses Wunder Wirklichkeit werden zu lassen, brauchte und braucht es Menschen, die politische Vernunft einbringen.“
    Das sind ihre Worte, Herr Präsident, warum halten Sie sich denn nicht daran?
    „Die Grundlage für eine gute Nachbarschaft muss eine Änderung der russischen Politik sein“ - was für eine gute Nachbarschaft sollte das sein, bei der völlig einseitig einer seine Politik ändern muss?
    Da sind Jahrzehnte von Deutschunterricht hinweg gegangen, die versuchten zu erklären, wie es sein konnte, dass selbst die vielen klugen kritischen Schriftsteller und Künstler mit Hurra in den Weltkrieg gezogen sind .Da werden Texte gelesen, Diskussionen geführt, Theater aufgeführt, um zu warnen wie Propaganda funktioniert und wie Massen aufzuhetzen sind - und nun kann man kaum mehr eine pazifistische Stimme in den gängigen Medien finden.
    „Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen“ ihre Worte, Herr Gauck- dann schnallen Sie doch mal schon den Tornister über und lasse Sie sich die Stiefel polieren und von Frau von der Leyen mit den richtigen Feuerwaffen ausstatten.
    Sie wollen ja in den Krieg ziehen.
    ICH NICHT!
    „Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr läßt.“

    Dieter Hildebrandt

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  6. #136
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    DENKSCHRIFT FÜR: Angela Merkel, Bundeskanzlerin von Deutschland

    VON: Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)

    THEMA: Ukraine und Nato

    Wir, die Unterzeichner, sind ehemalige langjährige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten. Wir unternehmen den ungewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um sicherzustellen, dass Sie die Gelegenheit haben, sich vor dem Nato-Gipfel am 4. bis 5. September über unsere Ansichten zu informieren.

    Sie müssen zum Beispiel wissen, dass Anschuldigungen einer größeren russischen „Invasion“ der Ukraine anscheinend nicht von verlässlichen Geheimdienstinformationen gestützt werden. Stattdessen scheinen die „Geheimdienstinformationen“ von derselben zweifelhaften, politisch „festgesetzten“ Art zu ein, die vor zwölf Jahren genutzt wurde, um den US-geführten Angriff auf den Irak zu „rechtfertigen“.

    Wir haben damals keine glaubwürdigen Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak gesehen; wir sehen jetzt keine glaubwürdigen Beweise für eine russische Invasion. Vor zwölf Jahren weigerte sich der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem die Fadenscheinigkeit der Beweise über irakische Massenvernichtungswaffen bewusst war, sich an dem Angriff auf den Irak zu beteiligen. Unserer Ansicht nach sollten Sie angemessen misstrauisch sein gegenüber den Anschuldigungen des US-Außenministeriums und von Nato-Beamten, die eine russische Invasion der Ukraine behaupten.

    Am 29. August bemühte sich Präsident Barack Obama, die Rhethorik seiner eigenen hochrangigen Diplomaten und der Medien abzukühlen, als er die jüngsten Aktivitäten in der Ukraine öffentlich beschrieb als „eine Fortsetzung dessen, was nun bereits seit Monaten geschieht … es ist nicht wirklich eine Veränderung“.

    Doch Obama hat nur schwache Kontrolle über die Entscheider in seiner Regierung – die leider nicht viel Geschichtsverständnis haben, die wenig über den Krieg wissen und die das Verfolgen einer Strategie mit anti-russischen Beleidigungen ersetzen. Vor einem Jahr brachten militaristische Beamte des US-Außenministeriums und ihre Freunde in den Medien Präsident Obama beinahe dazu, einen größeren Angriff auf Syrien zu starten, der sich einmal mehr auf „Geheimdienstinformationen“ stützte, die im besten Falle zweifelhaft waren.

    Hauptsächlich wegen der wachsenden Bedeutung von und des offensichtlichen Vertrauens auf Geheimdienstinformationen, die wir für fadenscheinig halten, denken wir, die Wahrscheinlichkeit, dass die bewaffneten Auseinandersetzungen über die Grenzen der Ukraine hinaus eskalieren, ist in den letzten Tagen deutlich gewachsen. Was noch wichtiger ist: Wir glauben, dass diese Wahrscheinlichkeit vermieden werden kann. Dies hängt davon ab, wie viel Urteilsfähigkeit Sie und andere europäische Führer zum Nato-Gipfel in der kommenden Woche mitbringen.

    Erfahrungen mit der Unwahrheit

    Hoffentlich haben Ihre Berater Sie an die Erfahrungen mit der Glaubwürdigkeit von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erinnert. Es scheint uns, dass Rasmussens Reden noch immer von Washington geschrieben werden. Das war mehr als deutlich an dem Tag vor der US-geführten Invasion des Irak. Damals sagte er als dänischer Premier seinem Parlament: „Irak hat Massenvernichtungswaffen. Das ist nicht nur etwas, das wir nur glauben. Wir wissen es.“

    Fotos können so viel wert sein wie tausend Worte; sie können aber auch irreführen. Wir haben beträchtliche Erfahrungen im Sammeln, Analysieren und Berichten über alle Sorten von Satelliten- und andern Bildern sowie über andere Sorten von Geheimdienstinformationen. Es reicht wohl zu sagen, dass die von der Nato am 28. August veröffentlichten Bilder eine sehr dünne Basis liefern, um Russland die Invasion der Ukraine vorzuwerfen. Leider zeigen sie eine starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die Colin Powell den Vereinten Nationen am 5. Februar 2003 zeigte, die ebenfalls nichts beweisen konnten.

    An demselben Tag warnten wir Präsident Bush, dass unsere früheren Kollegen Analysten „zunehmend verzweifelt über die Politisierung von Geheimdienstinformationen“ waren, und sagten ihm ganz offen, dass „Powells Präsentation [dem Ziel] nicht einmal nahe kommt“, einen Krieg zu rechtfertigen. Wir drängten Präsident Bush, „die Diskussion zu erweitern … über den Kreis jener Berater hinaus, die klar zu einem Krieg entschlossen waren, für den wir keinen überzeugenden Grund sahen und von dem wir glaubten, dass die unbeabsichtigten Folgen wahrscheinlich katastrophal sein werden“.

    Schauen Sie sich den Irak heute an. Schlimmer als katastrophal.

    Obwohl Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt bisher beachtliche Zurückhaltung gezeigt hat, müssen wir uns daran erinnern, dass auch Russland die Schock-Methode beherrscht. Wenn es die geringste Chance dafür gibt, dass wegen der Ukraine so etwas irgendwann auf Europa zukommt, dann müssen nüchterne Führer dies unserer Ansicht nach sehr vorsichtig durchdenken.

    Wenn die Fotos, welche die Nato und die USA veröffentlicht haben den besten verfügbaren „Beweis“ einer Invasion durch Russland darstellen, dann wächst unser Verdacht, dass große Anstrengungen unternommen werden, um die Argumente dafür zu stärken, dass der Nato-Gipfel Handlungen zustimmt, die Russland mit Sicherheit als eine Provokation betrachten wird. Caveat emptor ist ein Ausdruck, mit dem Sie sicherlich vertraut sind. Es genügt wohl zu ergänzen, dass man sehr vorsichtig sein sollte im Hinblick darauf, was Rasmussen oder sogar US-Außenminister John Kerry durchsetzen wollen.

    Wir vertrauen darauf, dass Ihre Berater Sie seit Anfang 2014 über die Krise in der Ukraine auf dem Laufenden gehalten haben und darüber, dass die Möglichkeit, dass die Ukraine ein Nato-Mitglied wird, dem Kreml ein Dorn im Auge ist. Laut einer (von WikiLeaks veröffentlichten) Mitteilung vom 1. Februar 2008 von der US-Botschaft in Moskau an Außenministerin Condoleeza Rice wurde US-Botschafter William Burns von Außenminister Sergej Lawrow einbestellt, der Russlands starken Widerspruch gegen eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine erklärte.

    Lawrow warnte eindringlich vor „Ängsten, dass das Thema das Land möglicherweise in zwei Teile spalten könnte, was zu Gewalt oder, wie einige sagen, sogar zu einem Bürgerkrieg führen könnte, der Russland dazu zwingen würde zu entscheiden, ob es eingreifen soll“. Burns gab dieser Mitteilung den ungewöhnlichen Titel „NJET HEISST NJET: RUSSLANDS ROTE LINIEN FÜR EINE NATO-ERWEITERUNG“ und schickte sie mit der Priorität DRINGEND nach Washington. Zwei Monate später auf ihrem Gipfel in Budapest verabschiedeten die Nato-Führer eine formale Erklärung: „Georgien und die Ukraine werden in der Nato sein.“

    Am 29. August nutzte der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk seine Facebook-Seite, um zu behaupten, dass mit der Zustimmung des Parlaments, die er beantragt hatte, der Weg zur Nato-Mitgliedschaft offen ist. Jazenjuk war natürlich Washingtons Favorit, als er nach dem Staatsstreich in Kiew am 22. Februar Premierminister wurde.

    „Jaz ist der Mann“, sagte die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland einige Wochen vor dem Staatsstreich in einem abgefangenen Telefongespräch mit dem US-Botschafter in der Ukraine Geoffrea Pyatt. Sie erinnern sich vielleicht daran, das ist dasselbe Gespräch, in dem Nuland sagte: „Fuck the EU.“

    Das Timing der russischen „Invasion“

    Die gängige Darstellung, die Kiew vor nur wenigen Wochen unterstützte, war, dass ukrainische Truppen bei den Kämpfen gegen die föderalistischen Gegner des Staatsstreichs im Südosten der Ukraine die Oberhand gewonnen hätten. Die Kämpfe wurden überwiegend als eine Aufwisch-Operation dargestellt. Aber das Bild der Offensive kam fast ausschließlich von offiziellen Regierungskreisen in Kiew. Es gab wenige Berichte, die von vor Ort im Südosten der Ukraine kamen. Es gab jedoch einen Bericht, der den ukrainischen Präsident Petro Poroschenko zitiert und durch den die Verlässlichkeit der Darstellung der Regierung in Zweifel gezogen wurde.

    Laut dem „Pressedienst des Präsidenten der Ukraine“ vom 18. August forderte Poroschenko eine „Neugruppierung der ukrainischen Militäreinheiten, die an der Operation im Osten des Landes beteiligt sind. … Wir benötigen heute die Neuordnung der Truppen, die unser Territorium verteidigen und die Armee-Offensive fortsetzen werden“, so Poroschenko, der hinzufügt: „Wir müssen unter den neuen Umständen eine neue Militäroperation prüfen.“

    Wenn „neue Umstände“ heißt, dass die ukrainischen Regierungstruppen erfolgreich vorankommen, warum sollte es notwendig sein, die Truppen „neu zu gruppieren“, „neu zu ordnen“? Zu etwa diesem Zeitpunkt begannen Quellen vor Ort über eine Reihe von erfolgreichen Angriffen der föderalistischen Gegner des Staatsstreichs gegen die Regierungstruppen zu berichten. Laut diesen Quellen war es die Regierungsarmee, die begann, schwere Verluste zu verzeichnen und Boden zu verlieren, vor allem wegen Unvermögens und einer schwachen Führung.

    Zehn Tage später, als sie eingekreist wurden und/oder sich zurückzogen, fand man dafür eine vorgefertigte Ausrede in der „russischen Invasion“. Genau zu diesem Zeitpunkt wurden die verschwommenen Fotos von der Nato veröffentlicht und Reporter wie Michael Gordon von der New York Times wurden losgelassen, um zu verbreiten, „die Russen kommen“. (Michael Gordon war einer der ungeheuerlichsten Propagandisten für den Irak-Krieg.)

    Keine Invasion – Aber reichlich andere russische Unterstützung

    Die föderalistischen Gegner des Staatsstreichs in der südöstlichen Ukraine haben beachtliche Unterstützung vor Ort, zum Teil als Folge der Artillerie-Angriffe durch Regierungstruppen auf größere Wohnzentren. Und wir glauben, dass russische Unterstützung wahrscheinlich über die Grenze eingedrungen ist und maßgeblich hervorragende Geheimdienstinformationen vom Schlachtfeld beinhaltet. Doch es ist zu diesem Zeitpunkt alles andere als klar, dass diese Unterstützung Panzer und Artillerie umfasst – vor allem weil die Föderalisten besser geführt worden sind und überraschend erfolgreich darin waren, die Regierungstruppen zu binden.

    Zugleich haben wir wenig Zweifel daran, dass wenn die Föderalisten sie brauchen, russische Panzer kommen werden.

    Genau aus diesem Grund erfordert die Situation eine gemeinsame Anstrengung für einen Waffenstillstand, was, wie Sie wissen, Kiew bisher verzögert hat. Was sollte zu diesem Zeitpunkt geschehen? Unserer Ansicht nach muss man Poroschenko und Jazenjuk offen sagen, dass eine Nato-Mitgliedschaft nicht infrage kommt – und dass die Nato nicht vorhat, einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu führen – und vor allem nicht, um die Pöbel-Armee der Ukraine zu unterstützen. Anderen Nato-Mitgliedstaaten muss man dasselbe sagen.

    Für den Lenkungsausschuss, Veteran Intelligence Professionals for Sanity

    William Binney, ehemaliger Technischer Direktor, World Geopolitical & Military Analysis, NSA; Mitgründer, SIGINT Automation Research Center (i.R.)

    David MacMichael, National Intelligence Council (i.R.)

    Ray McGovern, ehemaliger US Army infantry/intelligence officer & CIA analyst (i.R.)

    Elizabeth Murray, Deputy National Intelligence Officer for Middle East (i.R .)

    Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (i.R.)

    Coleen Rowley, Division Counsel & Special Agent, FBI (i.R.)

    Ann Wright, Col., US Army (i.R.); Foreign Service Officer
    http://consortiumnews.com/2014/09/01...nvasion-intel/
    „Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr läßt.“

    Dieter Hildebrandt

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  7. #137
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    Quote Originally Posted by MaX PoWeR View Post
    Ich hab den Artikel GAR NICHT gelesen, nur den Anfang überflogen, darum gings gar nicht. Wundert mich aber langsam nicht mehr, dass Du das nicht verstanden hast.

    Aber auch egal, Nato/USA/EU sind die Guten, egal, was man hier schreibt... Unfassbar.
    dann lies ihn doch mal und komm mit Argumenten und nicht mit Pauschalkritik

  8. #138
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    Quote Originally Posted by Nirvana View Post
    Bei einem Bericht für die Tagesschau sagt er noch selbst, also Neef: "Heute Nacht wurden mehrere Wohnhäuser und ein Krankenhaus" getroffen. http://www.tagesschau.de/multimedia/...deo-16655.html

    Das I-View in der Tagesschau ist zumindest wesentlich differenzierter als dieser Artikel vom Spiegel jetzt. Apropos finde ich es ganz nützlich, wenn man mehr auf Differnzierung Wert legt, wie hier zB: http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-989328.html

    Was Neef er vor einigen Wochen geschrieben hat mag ich nicht abstreiten:


    Das Problem ist aber, dass er in der Hinsicht den "Westen" als Vergleich nicht zur Sprache bringt - und auch jede Kritik hinsichtlich Dessen als nicht problematisch deklariert, zu sehen im Presseclub vom Sonntag. Denn was ist bitteschön mit: Guantánamo, Abu Ghraib oder auch den mutwilligen Bruch von Völkerrecht bei den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen, sowie schließlich die tausendfach tötenden Drohnen in der arabischen Welt, der Massenüberwachung durch die NSA und letzlich dem gewaltsamen Umsturz in der Ukraine, den die USA laut eigenen Aussagen zumindest mitfanziert haben ?

    Merkel hat mal einen schönen Satz gesagt - soll ja auch bei ihr mal vorkommen: "Wer auf seine eigene Bevölkerung schiesst hat jede Legitimation verloren". Die Putschregierung ist zwar nicht einmal verfassungsgemäß bestätigt worden, aber ich möchte hier noch einmal wiederholen: Diese Regierung war es die eine Anti Terror Operation gestartet hat, der jetzt - auch wenn Berlin sich offiziell wohl schwer tut zu einen kriegsähnlichen Zustand geführt hat, oder so ähnlich - however. Wieder mal keiner mit entsprechender weitsicht in Brüssel dagewesen, so scheint es, der Kiew dazu genötigt hat in Verhandlungen zu treten ...
    Jetzt nach Tausenden von Toten und Verletzten und 1 Million Flüchtlinge will man anscheinend doch mal verhandeln ?!
    Oder doch lieber noch Waffen schicken an die Ukrainer ?

    btw:



    Die Bevölkerung zieht es also aus UNO Kreisen massenhaft in das (NATO Ausdruck) Aggressorland Russland.
    Er streitet auch in dem Spiegel Artikel nicht ab, dass Gebäude getroffen wurden, nur eben nicht in wichtigen Gebieten, siehe im Artikel
    Ich verstehen nicht, wie man hier immer Ab Ghraib, Irak und was auch immer aufrechnen will, gegen dass, was Putin tut.. Das bleibt dann auch nur noch als Argument, wenn einem nichts anderes einfällt.

    Putschregierung ist so richtig schöner CCCP Sprech, zur Anti Terror Aktion siehe der Artikel.
    Zu den Flüchtlingen: Russland ist halt auch näher dran, und 2. Die Sudetendeutschen wollten damals auch zu Deutschland, dito Danzig, nichtsdestoweniger war die Annektion völkerrechtswidrig, ich habe hier ja schon mehrfach darauf hingewiesen, wenn ein paar Bayern sich abspalten würden, würde man das auch verhindern.
    Last edited by Castor; 02.09.2014 at 22:37.

  9. #139
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    „Medien sollen Politik erklären und keine machen“

    Bringts ganz gut aufn Punkt find ich.

  10. The Following User Says Thank You to MaX PoWeR For This Useful Post:


  11. #140
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    Wie soll ich es denn nennen, Castor: nicht gewählte und nicht verfassungskonforme Übergangsregierung, dann zufrieden ? Und wo ist bitte mal ein Lösungsvorschlag zur Situation ? Bleibst Du also bei deiner Haltung, das dieser politische Umsturz in Kiew komplett ohne Einfluß von EU und USA vollzogen worden ist bzw. selbst wenn man jetzt nachgeholfen hat, schuldlos ist an der Gesamtsituation ?

    Hier mal ein älterer Kommentar aus der Springer Presse - der Dir mit Sicherhiet gefallen wird, weil Kriegsrethorisch auf allerhöchsten Ansatz und sauber geflegtes Schwraz / Weiß Bild.

    http://www.welt.de/debatte/kommentar...c=nl.wdwdreiT1
    „Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr läßt.“

    Dieter Hildebrandt

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