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  1. #1
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    Default Elektronische Gesundheitskarte: neues Jahr, alte Verwirrung

    Obwohl seit einiger Zeit bekannt ist, dass die herkömmliche Krankenversicherungskarte (KVK) weiterhin genutzt werden kann, sorgen Meldungen zur sofortigen Ungültigkeit dieser Karten und der verpflichtenden Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) weiterhin für Verwirrung. Falsch sind Meldungen, nach denen die KVK nicht mehr eingelesen werden kann. Auch Meldungen, dass neue eGK ohne das übliche Foto des Versicherten ab dem 16. Lebensjahr auf Risiko des Versicherten gehen, treffen so nicht zu.

    So weist die kassenärztliche Bundesvereinigung in ihrer Mitteilung darauf hin, dass Versicherte mit einer KVK wie gewohnt weiter behandelt werden, obwohl die eGK zum Jahresanfang zum Standard erklärt worden ist. Da die privaten Krankenkassen wie die Polizei-Krankenkassen keine neuen Karten ausgeben würden, gebe es auch keinen Grund zur Sorge, dass die alte KVK nicht von den Lesegeräten und Softwaresystemen unterstützt werde.

    Auch die kassenzahnärztliche Bundesvereinigung verweist auf eine Vereinbarung mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband), der zufolge die KVK weiterhin benutzt werden kann. Die Vereinbarung zwischen den Zahnärzten und dem GKV-Spitzenverband umfasst zudem einen Passus, der den Umgang mit neuen eGK ohne Fotos regelt. Danach haften die Krankenkassen für einen missbräuchlichen Einsatz der neuen eGK, wenn sie diese ohne Foto ausgegeben haben, ohne dass der Versicherte unter die Ausnahmeregelungen fällt.

    Die Fotopflicht entfällt bei bettlägerigen Versicherten und bei Versicherten bis zum 15 Lebensjahr. Allerdings sind etliche Kassen dazu übergegangen, den hartnäckigen "Foto-Verweigerern" eGK ohne Lichtbild zu schicken. Eine solche Karte ohne Foto wird für den Arzt nur dann als "erkennbar falsch" gewertet, wenn sich anhand der übrigen Daten auf der eGK etwa in Hinblick auf Alter oder Geschlecht ergibt, dass die vorgelegte eGK nicht passt. (Detlef Borchers) / (axk)

  2. #2
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    Ich gehöre auch noch zu den gut 2 Millionen die noch keine "Elektronische Gesundheitskarte" und das ist auch gut so

  3. #3
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    Was hast du gegen die Karte? Ich habe eine.
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  4. #4
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    Ich würde mich nicht als Paranoid einschätzen, aber ich sehe kein triftigen Grund darin warum mein Bild auf dieser Karte sein sollte? Das Argument das die Karte an besser vor Missbrauch geschützt ist möchte ich nicht gelten lassen.

    Wenn man einmal so eine Tür aufgestoßen ist es umso schwerer sie wieder zuschließen. Es wird dann auch nicht mehr lange dauern bis Patienten Daten auf die Karte gespeichert werden und ich rede hier nicht wie vom Geschlecht, Name, Anschrift, das ganze war ja auch schon in Gespräch.

    Mir ist zwar bewusst das der Tag kommen wird dass wir wirklich zum Gläsernen Kunden/Patient/Bürger werden aber genau diesen Tag gilt es so weit wie möglich nach hinten zu verlegen.

  5. #5
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    Ich habe auch ein Bild von mir auf dem Personalausweis, welches ich in meinem Geldbeutel habe, daher stört mich auch ein Bild von mir auf meiner Krankenkasse-Karte nicht, welches ich im Geldbeutel trage. Meine Krankenkasse hat zwar in ihrer Datenbank ein Bild von mir, aber stören tut es mich nicht, solange die Daten sicher verwahrt werden.
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  6. #6
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    Ich finde es gerade für die Patienten gut, wenn der behandelnde Arzt, sei es über die Karte oder durch die Karte, Zugang zur gesamten Krankengeschichte hat. Das dürfte gerade in Notfällen sehr oft lebensrettend sein. Leider gibt es das ja so in der Form nicht.

    Davon abgesehen ist auf deinem Perso, dem Führerschein, evtl. auf deiner Kreditkarte und jetzt halt auch auf deiner Versicherungskarte dein Bild, ich wüsste nicht wo da nu das Problem ist. Hier geht es schließlich um die medizinische Versorgung von Leuten und nicht um ne Treuebonuskarte von ReWe.

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  7. #7
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    Vor allem hat deine Krankenkasse ohnehin schon alle deine Gesundheitsdaten. Denen verrätst du also ohnehin nicht mehr. Und den Ärzten zu denen du gehst, wären diese Daten wirklich hilfreich, um besser kombinieren zu können.

    Edit: Wie Zebo auch bereits erwähnte, kann es bei Notfällen wirklich lebensrettend sein.
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  8. #8
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    Mir geht es hier nicht nur ums Foto auf der ElektronischenGesundheitsKarte sonder um die Folgedaten die darauf Gespeichert werden können. Desweiteren können die Daten ohne dein Einverständnis abgerufen werden da man nicht der Alleinige Besitzer des Key zur Entschlüsselung seiner Daten ist.

    Natürlich gibt es auch Vorteiler das möchte ich ja nicht mal leugnen, aber diese Fälle wo sie vielleicht zum Tragen kommen könnten würde ich vernachlässigen, da sie nicht im Verhältnis stehen zu den Kosten-Nutzen (für mich).
    Hier fehlen mir aber zahlen die meine These zu unterstützen.

    Man kann immer etwas Positives finden egal an welcher Geschichte (wie bei der NSA Ausspähung auch ), die Frage ist nur, rechtfertig das Ganze die Aktion.

    Und ich bin mir sicher dass es bei der eGK auch genug Missbrauch geben wird, auch wenn mein Foto auf der Karte zu sehen ist und genau das ist ja das Hauptargument für diese eGK.

    Dürfte ich dann mal fragen ob Ihr auch die elektronische Patientenakte Aktiviert habt bei euren Karten?

    Quote Originally Posted by Voodoo View Post
    ............
    Meine Krankenkasse hat zwar in ihrer Datenbank ein Bild von mir, aber stören tut es mich nicht, solange die Daten sicher verwahrt werden.
    Da nicht nur du den Schlüssel zum Entschlüsseln deiner Daten hast, würde ich das System nicht gerade Sicher nennen



    Quote Originally Posted by zebo View Post
    Ich finde es gerade für die Patienten gut, wenn der behandelnde Arzt, sei es über die Karte oder durch die Karte, Zugang zur gesamten Krankengeschichte hat. Das dürfte gerade in Notfällen sehr oft lebensrettend sein. Leider gibt es das ja so in der Form nicht.
    Wie schon geschrieben gibt es schon diese "elektronische Patientenakte" sie ist aber eine Freiwilligkeit des Patienten.

    EDIT:
    hab ich ja fast vergessen, an die Notfalldaten kommt man auch ohne den Key (PIN ) ran, würde ja sonst kein Sinn machen.
    Last edited by __Nimrod__; 15.01.2014 at 14:02.

  9. #9
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    Du hast bisher noch nicht ein wirkliches Argument gegen diese Daten gebracht, außer eine diffuse Angst versucht zu artikulieren, dass mit deinen Daten etwas angestellt werden könnte. Was bitte soll man denn mit deinen Daten anstellen, was dir persönlich schadet? Befürchtest du eine Attacke gegen dich durch das Ausnutzen einer Allergie?

    Ein Bezug zum NSA-Skandal ist auch völlig am Thema vorbei, die Daten um die es geht hat deine Krankenkasse eh über dich (und damit auch die NSA(?)), es geht lediglich um den für Ärzte einfacheren Zugang dazu und damit eine Verbesserung der Versorgung.

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass es gerade gegenüber Arbeitgebern eine gewisse Sensibilität gibt, was die eigene Krankengeschichte angeht, jedoch gibt es da eh genug Sachen, die man nicht verheimlichen darf, die einen Arbeitsvertrag bei Bekanntwerden sofort ungültig werden lassen würden.
    Last edited by zebo; 15.01.2014 at 14:40.

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  10. #10
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    Mal vorab muss ich hier nicht argumentieren warum die eGK nicht kommen soll sonder genau Umgekehrt, es muss Argumentiert werden warum sie kommen soll (das Thema ist ja leider schon durch).
    Allein aus diesem Grund müsste ich nicht mal ein Argument gegen die Karte bringen sondern muss die Gegenseite Argumente bringen die für diese Karte Sprechen und schon wie gesagt finde ich die Argumente sehr dürftig.
    Wenn ich mit allem kommen kann und ich erst einen Grund finden muss warum ich etwas NICHT Umsetzen sollte, sind wir in meinen Augen auf dem Falschen Weg.

    Mein Stärkstes Argument ist recht Simpel, ich möchte nicht das meine Persönlichen Daten (Krankheitsverlauf) an Personen weitergegeben werden denen ich sie nicht zu verfügen stellen möchte und das ist bei dem System einfach nicht gegeben.

    Irgendwie hört man immer die gleichen Aussagen „Was bitte soll man denn mit deinen Daten anstellen, was dir persönlich schadet“. Ich denke heute sollte man genug wissen darüber haben was man alles mit Daten über einer Person anfangen kann.

    Beispiel:
    Eine Prominente Person ist HIV-Positiv aber der Öffentlichkeit ist es nicht bekannt.
    Jetzt kommen diese Daten durch unberechtigten zugriff an Tageslicht.
    Ich denke nicht das es hier zwei Meinungen gibt das die betroffene Person nicht gerade Glücklich ist das die Öffentlichkeit jetzt diese info hat.
    Natürlich kann sowas auch auf einen anderen weg an Tageslicht kommen, aber hier haben wir dann einfach wieder ein quelle mehr.

    Ich habe dieses Beispiel mit der NSA nicht gebracht weil es hier um datensammeln geht sondern weil es ein Aktuell Fall ist. Um es vielleicht etwas genauer zu Erleutern, auch hier gibt es Argumente für das Sammeln dieser ganzen Daten, aber das alleine kann die Aktion aus meiner Sicht aber nicht rechtfertigen.

    Das wäre mir aber jetzt neu dass es so viele Dinge über deinen Krankheitsverlauf gibt die ich dem Arbeitgeber mitteilen muss. Solange die Krankheit meine Arbeit nicht einschränkt geht das den Arbeitgeber mal nichts an.

    Ich könnte ja schon mit dem Kompromiss leben das man die freie Entscheidung hat ob man diese Funktion nutzen möchte oder nicht, aber das ist ja leider nicht gegeben.

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