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  1. #1
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    Standard Die dunkle Seite des Durchschnitts

    Ich verweise hier mal auf einen äußerst tollen Artikel, der mir förmlich aus der Seele spricht. Das was der Author (Jörg Langer) hier anspricht, ist ganz genau meine Meinung, die ich in unzähligen Gesprächen mit Freunden auch schon häufig vertreten habe. Es gibt einfach keine gemäßigten Meinungen mehr. Entweder ist ein Spiel eine 100% oder es ist absolute Gülle (0%). Dass einem das Spiel einfach nicht so sehr gefällt, und man es mit 70% bewertet geht ja mal gar nicht. Das Spiel IST scheisse. Dass es eine Handwerkskunst ist, so ein Spiel zu entwickeln, dass die Technik, Grafik, Story usw es wert ist, zumindest nicht als "vollscheisse" beschimpft zu werden, geht vielen nicht mal ansatzweise durch den Kopf. Schaut euch den Artikel mal an. Vielen, vor allem jüngeren Generationen, sollte der Artikel Anreiz bieten, mal darüber nachzudenken.

    GamersGlobal Artikel: Jörg lästert...

    hier die ersten Sätze:

    Dass ich von Metacritic nichts halte, habe ich schon des Öfteren sachte anklingen lassen. Es geht ja auch gar nicht anders: Wenn ich meinen Beruf und die letzten grob 20 Jahre meines Schaffens ernst nehme, kann ich prinzipiell nichts davon halten, dass 100 Stunden Arbeit von mir oder meinen Kollegen nichts weiter wert sein sollen, als in einem ominösen Durchschnitt aufzugehen (nicht, dass GamersGlobal im Metacritic-Score dabei wäre) – unabhängig davon, wie es zur Wertung kam, was die Argumentation und das Wertungssystem ist, oder wie dieses Magazin oder dieser Tester sonst so wertet.

    Den (geringen) Nutzen eines Durchschnitts verstehe ich natürlich, er fasst zum schnellen Überblick mehrere Meinungen kompakt zusammen. So ähnlich machen wir das ja bei unseren eigenen Testvergleichen. Aber eben nur so ähnlich, denn dabei handelt es sich um ein paar wenige, von uns ausgewählte Mitbewerber, und im Vordergrund stehen die Wertungen und Zitate der einzelnen Tests, nicht der Schnitt daraus. Der Wertungsvergleich soll euch ermuntern, bei den Mitbewerbern nachzulesen, wieso sie so benotet haben. Bei Metacritic hingegen steht als erstes riesengroß die Durchschnittsnote da, basierend auf zumeist vier oder fünf Dutzend Wertungen, deren verursachenden Kritiker wohl kaum einer alle kennen dürfte. Nur wer tiefer gräbt (also scrollt und klickt), erfährt, was genau hinter der Wertung X von Magazin Y steckt. Wer das macht und dann über einzelne Reviews, die er solcherart gelesen hat, fachsimpelt, hat meinen Segen. Wer aber mit dem Metacritic-Score argumentiert, hat mein blankes Unverständnis.

    Nun gibt es aber sogar etwas, das ich noch weniger wertschätze als den Metacritic-Review-Score (ja, weniger als "nichts"): den Metacritic-User-Score. Dieser liegt in 100% der von mir geprüften Fälle unter dem Reviewer-Score, was je nach Lesart dafür stehen könnte, dass User kritischer sind als Spieletester – oder dass man als gemeiner Internet-Anonymer lieber nörgelt als lobt. Trotzdem zeigen die User-Scores normalerweise eine Korrelation zu den Review-Scores. Hoher Review-Score = etwas weniger hoher User-Score, und so weiter.
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  2. #2
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    Standard

    Hab den Artikel ganz gelesen, wo muss ich Unterschreiben?
    Andersartigkeit ist der erste Weg zur Genialität.

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