Jonny DeppDas Selbstbewusstsein von Johnny Depp sollte sich eigentlich sehen lassen können - wurde er doch 2005 von einer der führenden US-Filmdatenbanken bereits zum zweiten Mal in Folge zum Klick-König gekürt.

Kein anderer Name wurde von Kino-Begeisterten häufiger aufgerufen als der seine. Und doch: Wenn es darum geht, im Nachhinein die eigene Arbeit anzusehen, muss der Frauenschwarm passen.

"Ich schaue mir meine Filme nicht an", beteuert Johnny Depp. "Neulich kam 'Ed Wood' im Fernsehen - auf Französisch. Das war so unwirklich! Ich habe ungefähr zehn Minuten durchgehalten, länger war einfach nicht drin."

Und es ist nicht das erste Mal, dass der Schauspieler beim eigenen Anblick die Kontrolle verliert: "Im letzten Jahr lief 'Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa'. Ich habe den Vorspann und die Eröffnungsszene gesehen - und dann ging es plötzlich mit mir durch: Ich habe hyperventiliert und konnte gerade noch den Fernseher abschalten und aus dem Zimmer flüchten."

Johnnys Ego-Trauma

Der arme Johnny scheint schwer traumatisiert zu sein - vielleicht wäre es an der Zeit, einmal das eigene Arbeitsprinzip zu überdenken? "Ich war schon immer der Meinung, dass mein Job für einen Film erledigt ist, sobald die Szenen mit mir abgedreht sind", gesteht der 42-Jährige. "Das, was danach passiert, geht mich nichts mehr an."

Seine Fans dagegen können gar nicht genug von ihm kriegen: Sie warten bereits sehnsüchtig darauf, ihr Idol im Sommer 2006 als Captain Jack Sparrow in "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" auf der Leinwand zu bewundern.