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    Standard Entstand das Leben im Eis

    Mit wissenschaftlichen Theorien ist’s wie so oft im wahren Leben: Leider ist’s nicht immer so eindeutig, wie man’s gern hätte. Während einige Forscher überzeugt sind, dass das Leben unter heißen Bedingungen entstanden ist, spricht auch einiges dafür, das die ersten Moleküle des Lebens sich nur unter eisigen Bedingungen entwickeln konnten.

    Ideale Brutstätte des Lebens
    Für Prof. Trinks ist eins klar geworden: Eis bietet viel Ruhe für Entwicklungen, Zeit genug für die kompliziertesten Prozesse. Deshalb sei es auch die ideale Brutstätte des Lebens - im Gegensatz zu heißen Umgebungen, wo die Hitze gleich wieder zerstöre, was in ihr geschaffen wird. Eis hingegen konserviere, ermögliche eine zwar langsame, dafür sichere Entwicklung. Weil dies seiner Meinung nach bisher völlig unterschätzt wurde, forscht der Physiker und ehemalige Universitätspräsident nun selbst auf diesem Gebiet wie ein Besessener.
    Im Verlaufe eines Jahres hatten sich völlig selbständig einfachste Bausteine von Erbgut, so genannte Nukleotide, zu langen Molekülketten zusammengefügt.
    Zitat: „Bisher ist es nie gelungen, über eine Kettenlänge herauszukommen, die mehr als 15 Nukleotide hat. Wir haben es geschafft, mehr als 400 Nukleotide zusammen zu bringen. Und das passiert nur im Eis aufgrund dieser merkwürdigen Vorgänge in diesen kleinen Kanälen.“
    Zwischen den aus Süßwasser gebildeten Eiszellen fließt eine hochkonzentrierte Salzlösung, laut Trinks mit den wichtigsten Grundbausteinen des Lebens: bestimmte Säuren, einfache Zucker, Mineralien und Kohlendioxid. Unterschiedliche elektrische Potentiale, chemische Differenzen und ständige Temperaturschwankungen sorgen ständig für Reaktionen – ganz so wie in einem hochkomplexen technischen Bioreaktor.

    Dabei helfen bestimmte Eigenschaften des Eises, die es anderen Stoffen überlegen macht, schwärmt der Physiker weiter. Zum Beispiel kann in ihm spontan eine penible Ordnung wie in einem Chemiebaukasten entstehen. Tests mit einer Farbmischung beweisen das: Innerhalb weniger Tage werden unterschiedliche Farbmoleküle fein säuberlich von einander getrennt. Diese starken Trenneigenschaften scheinen eine wichtige Voraussetzung zur Entstehung von Bausteinen des Lebens zu sein.

    Aber Trinks weiß natürlich: Erbgut-Bausteine allein bedeuten noch kein Leben. Entscheidend dafür sind bestimmte Stoffwechselprozesse, die nur in einem geschlossenen Umfeld möglich sind. Aber auch dafür glaubt er, eine eisige Spur gefunden zu haben.
    Aus dem Urmeer könnten Fettsäuren in das Eis eingedrungen sein und Zellwände gebildet haben. Und die könnten dann das Erbgut umschlossen haben. Beides funktioniert mittlerweile ebenfalls im Labor - für ihn der Schlüssel des Lebens.


    „Man fragt immer, was war denn zuerst da, die Henne oder das Ei? Erst das Erbgut, und dann die Zellwand? Oder wie ist denn das passiert? Wir haben das Gefühl, im Eis passiert beides gleichzeitig. Das Eis fördert einerseits die Bildung von Zellmembranen, und andererseits die Bildung von RNA. Beides schließt sich zusammen, und dann bildet sich so eine Art Urzelle. Und wenn das Eis schmilzt, werden diese Urzellen freigesetzt, können sich in den Meeren (früher im Urmeer, sic!) weiter verbreiten und dorthin gehen, wo sie vielleicht bessere Lebensbedingungen haben. Und diese ganz, ganz primitiven Vorzellen entwickeln sich weiter, bis hin zu einem Bakterium zum Beispiel.“
    Geändert von Voodoo (07.03.2006 um 13:54 Uhr)

  2. #2
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    Interessanter Artikel, aber ich würde Dich doch bitten, von solch grellen Farben wie dem Gelb am Ende abzusehen, vor meinem grauen Hintergrund erzeugt das nämlich derbe Augenkrebs!!!

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